Onlinenutzung Die Hälfte aller Jugendlichen hat Angst vor Cybermobbing

Pornografische Inhalte, Cybermobbing, Datenklau: Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen befürchtet laut einer repräsentativen Umfrage, negative Erfahrungen im Internet zu machen. Auch ihre Eltern sind besorgt.

Mobbing per WhatsApp
DPA

Mobbing per WhatsApp


Mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen fürchtet sich davor, von Gleichaltrigen im Netz schlechtgemacht zu werden. Sie haben Angst davor, dass andere peinliche Videos von ihnen verbreiten oder online über sie lästern, wie aus dem aktuellen Jugendmedienschutz hervorgeht.

Auch die Eltern machen sich laut der Umfrage Sorgen: Drei Viertel von ihnen befürchten, ihre Kinder könnten online in Kontakt mit Fremden kommen, verstörende Gewalt oder pornografische Inhalte sehen oder es könnten ihnen Daten geklaut werden.

Fast alle Eltern sehen sich aus diesem Grund in der Pflicht, ihre Kinder vor negativen Erfahrungen im Netz zu schützen. Allerdings kennt nur ein Drittel von ihnen Stellen wie etwa das Bündnis gegen Cybermobbing, an die sie sich bei Fragen wenden können. Aus diesem Grund wünschen sie sich auch mehr Hilfe von Behörden.

Zwar gibt es Filtersoftware, die vor unangemessenen Inhalten schützen soll, aber Technik allein reicht nicht aus, wie Experten betonen. "Das Entscheidende ist, dass die Eltern mit ihren Kindern im Gespräch sind, dass sie mitbekommen, was da passiert", sagt Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, das die Studie zusammen mit dem Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis realisiert hat. Gespräche könnten mehr bewirken als technische Systeme oder Regeln.

Für die repräsentative Studie wurden zwischen Februar und April 2017 mehr als 800 Heranwachsende und ihre Eltern befragt.

kha/AFP/dpa



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