Umfrage Jungen bekommen mehr Taschengeld als Mädchen

Süßigkeiten und Zeitschriften: Dafür geben Kinder in Deutschland ihr Taschengeld am liebsten aus. Wie viel sie zur Verfügung haben, hängt auch vom Geschlecht ab.

Geld von Mama
DPA

Geld von Mama


Kinder in Deutschland sind Taschengeld-Milliardäre: Nach einer neuen Umfrage erhält jedes der 7,17 Millionen Jungen und Mädchen im Alter von vier bis 13 Jahren im Durchschnitt mehrere hundert Euro Taschengeld und Geldgeschenke im Jahr. Zehn- bis 13-jährige Jungen kommen auf jährlich etwa 654 Euro.

Für die "Kinder-Medien-Studie"wurden rund 2000 Kinder und Erziehungsberechtigte befragt. Ein Ergebnis: Jungen kriegen im Schnitt mehr Geld als Mädchen. Diese bekommen im Vorschulalter monatlich knapp 17 Euro, Jungen dagegen 20 Euro.

Dieser Unterschied bleibt auch in der Altersgruppe von sechs bis 13 Jahren erhalten: Mädchen bekommen dann pro Monat im Schnitt 41 Euro, Jungen hingegen fast 44 Euro. Liebste Geldanlage der Kinder: Kekse, Süßigkeiten und Kaugummi, aber auch Zeitschriften, Comics und Eis.

Weitere Ergebnisse der Studie, die im Auftrag von fünf Verlagen für Kinder- und Jugendzeitschriften und dem SPIEGEL-Verlag durchgeführt wurde:

  • Jedes dritte Kind im Alter von sechs bis neun Jahren besitzt ein Smartphone oder ein Handy, bei den Zehn- bis 13-Jährigen sind es sogar 84 Prozent.
  • Laut der Umfrage lesen Kinder nach wie vor gern Bücher und Zeitschriften, sogar häufiger als sie sich mit digitalen Spielen beschäftigen oder mit Freunden chatten. Drei Viertel gaben an, mehrmals pro Woche zum Buch oder einer Zeitschrift zu greifen. Etwas mehr als die Hälfte spielt mehrmals in der Woche mit dem Gameboy, einer Spielkonsole oder auf dem Tablet.
  • Unabhängig vom eigenen Handy verschicken die meisten Zehn- bis 13-Jährigen SMS oder WhatsApp-Nachrichten, wobei die Nutzung dieser Kommunikationskanäle mit zunehmendem Alter steigt. Auf Social-Media-Plattformen wie Facebook ist immerhin jedes dritte Kind zwischen zehn und 13 Jahren vertreten.
Taschengeld für Schüler

koe/dpa/AFP

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