Plötzliches Dankeschön 10.000 Dollar für "die beste Lehrerin aller Zeiten"

Das war eine Überraschung: Nach Jahrzehnten erhält eine Lehrerin in den USA einen überschwänglichen Dankesbrief von einem ehemaligen Schüler - samt Scheck über 10.000 Dollar. Sie ist nicht die erste, die von seiner Großzügigkeit profitiert.

Marylin Mecham mit ihrem Ex-Schüler: Man zeige viel zu wenig seine Dankbarkeit
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Marylin Mecham mit ihrem Ex-Schüler: Man zeige viel zu wenig seine Dankbarkeit


Kevin Perz hat vor fast 40 Jahren seinen Schulabschluss gemacht. Er ging auf die Parkway Central High School in Missouri. Hier können die Schüler Theaterkurse besuchen, sich Kenntnisse in Business und Marketing aneignen. Es gibt Sportkurse in Basketball, Volleyball, Wrestling und Tauchen. Perz hat seine Zeit an der Parkway Central genossen. Vor allem seine Lehrer haben ihn beeindruckt. Aus Dankbarkeit schickt er ihnen nun Schecks über mehrere Tausend US-Dollar, wie der TV-Sender ABC News berichtet.

Zuletzt hat Perz seiner Hauswirtschaftslehrerin Marilyn Mecham einen Scheck über 10.000 Dollar zukommen lassen. Dem Scheck legte Perz einen Brief bei. "Frau Mecham, ich habe Ihren Unterricht sehr genossen", schrieb er ihr. Sie hätte den Schülern Freiheit und Respekt gelehrt, und sie solle das Geld ganz allein für sich und ihr Privatleben ausgeben. "Sie waren die beste Lehrerin aller Zeiten!", schrieb er zum Abschied.

Perz lebt in einer Vorstadt von Kansas City und arbeitet in einem Unternehmen, das Bauteile vertreibt. Bevor er seiner ehemaligen Lehrerin den Scheck schickte, rief er sie an. Er erzählte ihr, sie hätte einen großen Einfluss auf sein Leben gehabt. Von seinem Plan, ihr Geld zu schicken, verriet er nichts.

Mecham war bereits von den Worten am Telefon gerührt. Zwei Tage später, es war ein Freitag, erhielt sie dann den Scheck. Sie habe das ganze Wochenende weinen müssen, sagte sie ABC. Auf Twitter postete sie später ein Bild, das sie mit ihrem ehemaligen Schüler zeigt, und schreibt dazu, dass sich andere Menschen bei ihr gemeldet hätten, nachdem sie von ihrer Geschichte erfahren hatten. Sie sagten ihr, auch sie hätten sich nun bei ihren ehemaligen Lehrern bedankt.

Im Jahr 1992 verschickte Perz seinen ersten Scheck: 5000 Dollar gingen an seinen ehemaligen Mathelehrer. Zwei Jahrzehnte später sandte er einen Scheck über 10.000 Dollar an seinen Wirtschaftslehrer. Dieses Jahr war Mecham an der Reihe. "Jeder kann in seinem Leben auf jemanden zurückblicken, der einen Einfluss auf einen hatte", sagte Perz dem Sender.

Mecham hatte Perz in ihrem ersten Jahr als Lehrerin unterrichtet. Man zeige heutzutage viel zu wenig Dankbarkeit, sagte sie. Mecham weiß noch nicht, was sie mit dem Geld machen möchte. Vielleicht reist sie damit nach Norwegen und Schweden.

kha



insgesamt 23 Beiträge
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hjm 08.04.2015
1.
Was soll mir dieser herzerweichende Artikel nun sagen? Dass ich zwar keine Loriot-Figuren von Schülern unmittelbar nach der Prüfung annehmen darf, weil ich dafür in den Knast kommen könnte, aber wenn ein paar Jahre später größere Schecks kommen, dann ist das in Ordnung. Vorausgesetzt natürlich, dass ich mich mit dieser Geschichte und zu Tränen gerührt an eine Zeitung im Ausland wende?
aldamann 08.04.2015
2. Vorteilsnahme im Amt
wäre das in Deutschland. Schon bei mehr als 10 Euro. Ganz egal, ob es einen Vorteil für den Spender gegeben hätte oder nicht. Trotzdem: bleibt eine rührende Geste.
taranga2 08.04.2015
3. es ist eine schöne geste
freu mich für beide schenker und beschenkte smile
Mario Firesky 09.04.2015
4. Wenn das erst einmal...
...Schule macht! ;)
Greggi 09.04.2015
5. Interessante Geschichte ...
& Idee. Das hat was. Hatte mich die letzten 40 Jahre gerne öfters an wirklich gute Lehrer erinnert - die leider alle, mittlerweile, das Zeitliche gesegnet haben. Gilt insbesondere für meinen Lehrer im Philosophie-Leistungskurs. Bei denen komme ich halt zu spät, um (nicht unbedingt mit einem Scheck) meine Dankbarkeit zeigen zu können. Aber dann ganz bestimmt im nächsten Leben.
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