NRW Erstklässler sollen Fremdsprache lernen

In Nordrhein-Westfalen sieht der Stundenplan von Grundschülern demnächst abwechslungsreicher aus: Die Pläne der künftigen Landesregierung sehen Fremdsprachenunterricht ab der ersten Klasse vor. Und: Die Verhaltens- und Mitarbeitsnoten werden wieder eingeführt.


Ganztags-Grundschule: In NRW sollen Schüler auch Fremdsprachen verdauen
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Ganztags-Grundschule: In NRW sollen Schüler auch Fremdsprachen verdauen

Außerdem sollen die Lehrer schon in der zweiten Klasse Ziffernoten verteilen und nicht mehr nur Berichtszeugnisse schreiben, beschlossen CDU und FDP in ihren Koalitionsverhandlungen.

Die künftige Landesregierung will zudem auf den Zeugnissen eine Kopfnote einführen, in die eine Bewertung des Sozialverhaltens der Schüler und ihrer Mitarbeit im Unterricht einfließen soll. Möglichst alle Schüler werden künftig schon vor dem 6. Geburtstag eingeschult. Die Schulbezirke sollen aufgehoben werden, damit Eltern ihre Kinder auch auf Schulen außerhalb ihres Wohnviertels schicken können. Diese Reformen könnten aber frühestens zum Schuljahr 2006/2007 umgesetzt werden, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Helmut Stahl.

Über die Zahl zusätzlicher Lehrer, die zur Verringerung des Unterrichtsausfalls eingestellt werden sollen, haben sich CDU und FDP noch nicht geeinigt. "Da haben wir uns angenähert", sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Die CDU hatte im Wahlkampf die Einstellung von 4000 neuen Lehrern angekündigt. Die FDP forderte vor der Wahl sogar 8000 zusätzliche Pädagogen.

Die Gesamtschulen sollen bestehen bleiben. CDU und FDP wollen aber Neugründungen erschweren und schärfere Bedingungen für gymnasiale Oberstufen an Gesamtschulen einführen. Auch die Hauptschulen sollen erhalten werden. Zwischen den einzelnen Schulen wollen CDU und FDP mehr Wettbewerb einführen. Dazu sollen verbindliche und transparente Leistungsvergleiche eingeführt werden.



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