Schülerantworten zu religiösen Feiertagen "An Ostern ist Jesus aufgekreuzt"

Wenn Schüler nach christlichen Feiertagen gefragt werden, wird es lustig. Ein Best-of.

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Am Anfang schuf Gott Himmel und Schule, die Schule aber war wüst und wirr, Finsternis lag über den Schülern, und Lehrers Geist schwebte durch den Klassenraum. Der Lehrer sprach: "Es werde Licht." Doch leider wurden seine Schüler einfach nicht heller.

Vielleicht ist es ein Fehler, in Glaubenssachen den Verstand bemühen zu wollen. Und so mag es im Fach Religion leichtfallen, für all die Schnitzer, die Schüler machen, Verständnis aufzubringen.

Dauerbrenner im Religionsunterricht sind je nach Saison die Feiertage. Sie sind schön, weil schulfrei ist, machen aber nebenbei auch die christliche Prägung unserer Kultur offensichtlich. Doch was feiern wir noch mal, und weshalb? Und warum gehen wir dazu in die Kirche?

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SPIEGEL ONLINE hat Lehrer dazu aufgerufen, die schönsten Irrungen ihrer Schüler einzusenden. Daraus entstand der bereits zweite Band mit den witzigsten Schülerantworten Deutschlands: "Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker" versammelt Absurditäten aus dem Schulalltag.

Denn Lehrer müssen sich nicht nur mit dem unterirdischen Wissensstand ihrer Schüler herumschlagen, sondern auch mit rotzfrechen Ausreden: "Sorry, ich konnte nicht kommen, ich habe aus Versehen Tipp-Ex geschnüffelt." Schlimmer als die Schülersprüche sind dabei nur die Eltern, von denen es nicht wenige schaffen, ihre Kinder an Dreistigkeit noch zu überbieten.

Außerdem reden Lehrer mal Klartext und berichten, was sie tun, wenn sie unvorbereitet in den Unterricht kommen, warum sie manchmal unfaire Noten geben und wie sie sich fühlen, wenn sie vor der Klasse die Nerven verlieren.

Lesen Sie hier in der Fotostrecke ein Best-of aus dem Fach Religion

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Schülerantworten: Lustige Sprüche zu Ostern und Feiertagen

Noch nicht genug gelacht? Viele weitere Blackouts und Blamagen finden Sie im ersten Band "Nenne drei Nadelbäume: Tanne, Fichte Oberkiefer" - ein Best-of daraus lesen Sie hier.

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    Sind Sie Lehrer? Haben auch Ihre Schüler schon Stilblüten oder unfreiwillige Witze verzapft?

    Haben Kinder - oder deren Eltern - unverschämte oder lustige Ausreden präsentiert, warum sie zu spät bzw. gar nicht zur Schule kommen können oder eine Aufgabe nicht erledigt haben?

    Haben Schüler besonders dreist oder skurril geschummelt?

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insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
fördeanwohner 31.03.2018
1. -
"An Ostern ist Jesus aufgekreuzt" heißt nicht unbedingt das, was wir meinen zu lesen. Meine Erfahrung ist inzwischen, dass Idiome nicht mehr beherrscht werden. Da kann es durchaus sein, dass "ist ... aufgekreuzt" eigentlich "ist ... gekreuzigt worden" bedeuten soll. Mir geht es immer häufiger so, dass ich bestimmte - meist schriftliche - Schüleraussagen nur noch schwer verstehe, weil die von ihnen konstruierten Wendungen so nicht existieren. Manchmal muss man richtig rätseln. Zum Glück kann man das Meiste irgendwie erraten. Schön ist es trotzdem nicht.
hausierer 31.03.2018
2. Respektlos und zur Unzeit...
diese Überschrift...es ist nicht das erste Mal, dass sich Spon und der Spiegel mit respektloser Aufmachung zum Thema Christentum präsentiert...Schlimm genug, dass unsere Gesellschaft mittlerweile kaum noch etwas über die Hintergründe der christlichen Feiertage weiß...wie wärs denn mal mit der " lustigen " Aussage: " Mohamed wurde vom Tempelberg in den Himmel geschossen " ??? Aber damit würden wohl die religiösen Gefühle unserer neuen Mitbürger verletzt....So verschieben sich die Prioritäten successive zu Gunsten des Islams.....
kunibertus 31.03.2018
3. Das mag ja in der
Zitat von fördeanwohner"An Ostern ist Jesus aufgekreuzt" heißt nicht unbedingt das, was wir meinen zu lesen. Meine Erfahrung ist inzwischen, dass Idiome nicht mehr beherrscht werden. Da kann es durchaus sein, dass "ist ... aufgekreuzt" eigentlich "ist ... gekreuzigt worden" bedeuten soll. Mir geht es immer häufiger so, dass ich bestimmte - meist schriftliche - Schüleraussagen nur noch schwer verstehe, weil die von ihnen konstruierten Wendungen so nicht existieren. Manchmal muss man richtig rätseln. Zum Glück kann man das Meiste irgendwie erraten. Schön ist es trotzdem nicht.
Grundschule noch angehen, obwohl m. E. auch hier schon die Schüler soweit gebildet werden sollen, dass sie sich richtig ausdrücken können. Dann ist der Schock im Studium nicht mehr ganz so groß. Wenn mir ein Student in einer E-Technikklausur als Maßeinheit der Stromstärke "Amber" angibt, weil das in seinem Dialekt vielleicht so gesprochen wird, ist das schlicht und einfach falsch und gibt 0 Punkte.
e-ding 31.03.2018
4.
Zitat von hausiererdiese Überschrift...es ist nicht das erste Mal, dass sich Spon und der Spiegel mit respektloser Aufmachung zum Thema Christentum präsentiert...Schlimm genug, dass unsere Gesellschaft mittlerweile kaum noch etwas über die Hintergründe der christlichen Feiertage weiß...wie wärs denn mal mit der " lustigen " Aussage: " Mohamed wurde vom Tempelberg in den Himmel geschossen " ??? Aber damit würden wohl die religiösen Gefühle unserer neuen Mitbürger verletzt....So verschieben sich die Prioritäten successive zu Gunsten des Islams.....
Ach naja, wer sich durch "Headlines" in Magazinen, in seiner religiösen Gefühlswelt beleidigt sieht, hat ganz andere Probleme.
micromiller 31.03.2018
5. Richtig mutig unser Spoon
Jesus aufgekreuzt ... wäre doch schön wenn die Ideale des Jesus Christus dabei auch publiziert würden. Also soetwas, wie Nächstenliebe, Vergebung und Frieden um jeden Preis etc. klar ist schwer, da unsere Politik sich mehrheitlich darin nicht wiederfindet. Abfällige Kommentare über den lieben Mohamed, sein Leben und treiben werden aus Sicherheitsgründen sicherlich nicht publiziert....
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