Abschlussklasse in Parkland Vier Stühle blieben leer

17 Menschen kamen an ihrer Schule bei einem Amoklauf ums Leben: Die Abschlussklasse der Marjory Stoneman Douglas Highschool hat ihre Zeugnisse erhalten. Es wurde eine bewegende Zeremonie.


Vier Monate nach dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland hat die dortige Abschlussklasse ihre Zeugnisse erhalten. Während der emotionalen Zeremonie gedachten Schüler und Teilnehmer den 17 Todesopfern des Massakers vom 14. Februar.

Vierzehn Schüler und drei Lehrkräfte starben an diesem Tag, als der 19-jährige Nicolas Cruz mit einem halbautomatischen Gewehr um sich schoss. Der Amoklauf war der Auslöser landesweiter Proteste und politischer Debatten zur Verschärfung des Waffenrechts in den USA. Donald Trump hatte zunächst erwägt, eine Beschränkung von Waffenverkäufen zu erwirken, sich dann aber dagegen entschieden.

Bei der Zeremonie wurden nun den Familien von Nicholas Dworet, Joaquin Oliver, Meadow Pollack und Carmen Schentrup die Abschlusszertifikate ihrer Kinder überreicht. Sie gehören zu den Opfern des Amoklaufs. Dieses Jahr hätten sie ihren Abschluss gemacht.

"Heute ist der Tag, auf den meine Schwester gewartet hat. Der Abschluss, bei dem sie ihr Zeugnis

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Die Gesichter des Waffenprotests: "Ich gebe nicht auf, bis sich etwas tut"

bekommen und sich dann zum College aufgemacht hätte. Es ist ein trauriger Tag, weil ich heute auf die Bühne gehe, um ihr Zeugnis entgegenzunehmen", schrieb Hunter Pollack, der Bruder von Meadow, auf Twitter.

Meadows Vater, Andrew Pollack sagte, er sei zu emotional aufgewühlt, um an der Zeremonie teilzunehmen. "Das ist nichts gegen die Schule", sagte er zur Nachrichtenagentur AP. "Ich fühle mich einfach tot seit dem 14. Februar."

Die Mutter der getöteten Carmen Schendrup, April Schendrup, postete ein Foto ihrer Tochter in Abschlussrobe. "Ich bin stolz darauf, was ihre Freunde und Mitschüler erreicht haben. Sie haben so viel durchgemacht. Ich weiß, dass sie Positives bewirken werden", schrieb sie dazu.

Auf der Veranstaltung hatte der US-Moderator Jimmy Fallon einen überraschenden Auftritt. In den Sozialen Medien hieß es, Fallon habe sich bei den 748 Absolventen für ihren Aktivismus bedankt und ihnen Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten gewünscht. "Ihr seid nicht die Zukunft, ihr seid die Gegenwart", sagte er demnach.

ans/AP



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