Pensionierungswelle Drei von vier Lehrern gehen vorzeitig in Pension

Rund 24.000 Lehrerinnen und Lehrer traten im vergangenen Jahr in den Ruhestand. Damit ebbt die sogenannte Pensionierungswelle an den Schulen zwar ab, den Lehrermangel behebt das jedoch nicht.

Unterricht an einem Gymnasium in Bayern (Symbolbild)
DPA

Unterricht an einem Gymnasium in Bayern (Symbolbild)


Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Lehrkräfte, die in den Ruhestand gingen, gesunken. Im vergangenen Jahr wurden 24.400 verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer pensioniert, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Jahr davor waren es noch 25.500 Lehrkräfte.

Damit ebbe die Pensionierungswelle ab, nachdem 2015 mit 27.900 Pensionierungen der höchste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1993 erreicht worden war, schreiben die Statistiker.

Den Lehrermangel behebt das allerdings nicht, denn seit 2006 ist die Zahl der jährlich neu pensionierten Lehrer sehr hoch - und sie wird es auch in den kommenden Jahren bleiben. Das liegt daran, dass bis in die Siebzigerjahre sehr viele Lehrer eingestellt wurden, um den steigenden Schülerzahlen zu begegnen, die sich aus dem sogenannten Babyboom der Nachkriegsjahre ergaben. Diese Lehrer gehen nun nach und nach in den Ruhestand.

Die meisten von ihnen tun das vorzeitig, wie die Statistik zeigt. Nur jede vierte Lehrkraft erreichte im vergangenen Jahr die gesetzliche Regelaltersgrenze. Die übrigen wurden aufgrund von Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt (12 Prozent) oder schieden auf eigenen Antrag vorzeitig aus.

Im Schnitt waren Lehrkräfte bei ihrer Pensionierung 63,5 Jahre alt. Das durchschnittliche Ruhegehalt betrug 3.200 Euro brutto.

lov



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