Premierenfieber in der Pubertät Panik nach dem Pannen-Sex

Die Jungs und Mädels geben sich cool, aber die Premiere kann zum Fiasko werden: Wie funktioniert Sex ganz praktisch? Stephanie verbrauchte drei Rollen Küchenpapier, Franziska fand's "null romantisch", Sascha wurde fast Teenie-Vater. Jugendliche erzählen, was beim ersten Körpereinsatz schief lief.

Tücken des ersten Sex: Wie geht das verflixte Ding nur auf?
Corbis

Tücken des ersten Sex: Wie geht das verflixte Ding nur auf?


Sie wissen beinahe alles, haben vieles schon im Video gesehen, gehen mit dem Thema Sex betont lässig um. Doch so abgeklärt die meisten Teenager darüber reden - wenn es zur Sache geht, ist es mit der Coolness erst einmal vorbei. Denn ab hier gilt Murphys Gesetz: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.

Der erste Sex ist eine knifflige Sache - schließlich zeigt einem keiner, wie's geht. Tausend Gedanken schießen den Jugendlichen mitunter durch den Kopf. "Was macht er da? Wie sehe ich aus? Muss ich jetzt stöhnen? Noch dazu sollte ich gleich oben sitzen - und wusste überhaupt nicht, was ich machen sollte", berichtet etwa Franziska, heute 21, über ihr erstes Erlebnis als 16-Jährige.

Die Journalistin Jutta Vey hat darüber ein Buch geschrieben ("Sex, Liebe oder was?"). Sie sprach mit 24 Jugendlichen von 15 bis 22 Jahren über erste Erfahrungen in Sachen Sex. Außerdem erzählen sie, wie sie aufgeklärt wurden, was sie sich vom ersten Mal erwartet hatten und wie sie es tatsächlich erlebten. Vier dieser Jugendlichen berichten bei SPIEGEL ONLINE nochmals ausführlicher, was bei der Sex-Premiere alles schief ging - Geschichten von Ängsten und Papiertüchern, heulenden Ex-Freundinnen und geplatzten Kondomen.

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 70 Beiträge
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Nogger88 13.04.2010
1. ...
Zitat von sysopDie Jungs und Mädels geben sich cool, aber die Premiere kann zum Fiasko werden: Wie funktioniert Sex ganz praktisch? Stephanie verbrauchte drei Rollen Küchenpapier, Franziska fand's "null romantisch", Sascha wurde fast Teenie-Vater. Jugendliche erzählen, was beim ersten Körpereinsatz schief lief. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,688489,00.html
Spiegel goes Bravo.
E.Cartman 13.04.2010
2. ...
Zitat von Nogger88Spiegel goes Bravo.
...für Leute, die zu alt für das Original geworden sind. "Nein, ich bin nicht begeistert von schlüpfrigen Geschichten von Jugendlichen. Das hier ist politische Bildung!" Herrlich.
cucco 13.04.2010
3. Kontaktarm
Nach dem Artikel hat man den Eindruck, dass der zwischenmenschliche Kontakt in Deutschland arm oder ausgetrocknet ist. Habe den Eindruck, dass der Bericht sehr nahe an der Wirklichkeit liegt. Wenn Mädchen mit ihren Müttern und Söhne mit ihren Vätern ein inniges Verhältnis hätten, würden sie die Theorie mit den praktischen Erfahrungen der Eltern aufmischen und ihre sexuelle Lebensreise harmonischer beginnen. Eltern müssen ihren Kindern einbleuen, dass man nicht Sex hat mit jemandem, der einen nicht begeistert Sex mit ihm oder ihr zu haben. Sex aus reiner Neugier, Langeweile oder Prestige ist zum Scheitern verurteilt. Nur, wenn das Mädchen den Sex unbedingt möchte darf ein Junge das mit ihr tun. Jungen sollen strikt danach erzogen werden, dass man nie ein Mädchen drängt. In dem Moment, wenn das Mädchen den Sex will, kann sich auch der Junge darauf konzentrieren, ist nicht gehetzt oder gestresst, kann sich Zeit lassen und wie bei der Reparatur einer Uhr unendlich vorsichtig und langsam vorgehen. Das wird ihm ihre Zuneigung und Wertschätzung sichern. Wo die echte Familie offiziell den losen Zeit-Partnerschaften oder Homo-Ehen gleich gestellt wird wie in unserem Land, ist die Kontaktarmut zwischen Kindern und ( oft nicht echten ) Eltern gelähmt und selten zu einer innigen Entwicklung fähig. Politik, Medien und Gesetze haben ihren grossen Einfluss auf das Zusammenleben der Menschen, doch hier in Deutschland kümmern sie sich nicht.
Eva K, 13.04.2010
4. War war?
Sind das nun alles nur Einzelfälle aus Doktor Sommers Kuriositätenkabinett? Oder hat sich in den 40 Jahren seit meiner Pubertät nichts, aber auch garnichts geändert? Wohl eher letzteres, wenn ich heutige Jugendliche sehe. Sie schliddern immer noch genauso unvorbereitet, unaufgeklärt und verklemmt in die Sexualität wie damals(tm). Die angebliche sexuelle Revolution hat bestenfalls auf dem Papier und in der Porno-Branche stattgefunden. Von wirklich liberaler und aufgeklärter Haltung in Bezug auf Sexualität sehe ich in unserer Gesellschaft dagegen so gut wie nichts.
orosee 13.04.2010
5. Danke fuer die ersten Beitraege...
...an die Bravo habe ich auch denken muessen! Der Spiegel ist diesmal 30 Jahre zu spaet, was werden wir demnaechst erwarten koennen? Oder werden die Schreiber einfach immer juenger? By the way, mein "erstes mal" wurde von der Freundin mit "war's das schon?" kommentiert. Das habe ich in den 25 Jahren seither nicht vergessen koennen ^_^ Fuer mich war's (bis dahin) schon gut gewesen...
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