Quiz Wie gut sind Sie in Rechtschreibung?

Hurra, seit 20 Jahren gilt die Rechtschreibreform - und noch immer sind sich viele nicht sicher, ob man Exposé schreibt oder Exposee. Testen Sie im Quiz, wie gut Sie die deutsche Schreibung beherrschen.

Getty Images/fStop

Von Maren Jensen, und Christian Stang


Für Eilige: Hier geht's direkt zum Quiz.

Das ß entschärft, das ph verpufft und dann die Sache mit der Getrennt- und Zusammenschreibung: Die deutsche Rechtschreibreform war ein Kraftakt, um die feinziselierten Schreibregeln des Deutschen zu glätten, sagen die Fans. Sie war ein Schmarrn, der alle nur verwirrt hat, sagen die anderen.

Die Reform jährt sich nun zum 20. Mal, am 1. August 1998 trat sie in Kraft. Und auch wenn sie 2004 nochmal reformiert wurde, sorgt sie bis heute bei vielen Deutschen für Schnappatmung. Oder gerade wegen dieser Korrektur? Viele Merkwürdigkeiten wurden zurückgenommen, was die Verwirrung teils verschlimmerte.

Nur einer gibt sich heute zufrieden, der frühere Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair (CSU). Zwischenzeitlich war er da selbstkritischer, aber nun blickt er positiv auf die "aufregende Zeit" zurück. Na, immerhin er.

Aktuell wird wieder an neuen Regelungen gewerkelt. Das kann man mit Sicherheit sagen, denn alle paar Jahre gibt es kleinere Änderungen. Mit Kloppern wie "Ketschup und Majonäse", die vor 20 Jahren zur Eindeutschung des Pommesbudengeschäfts führen sollten, ist aber nicht mehr zu rechnen.

Bleibt die Frage: Blicken Sie noch durch? Testen Sie's hier im Quiz!

Ein Teil der Fragen ist diesem Buch entnommen:

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Christian Stang:
Als das Känguru sein h verlor ...

50 Fragen und Antworten zur deutschen Rechtschreibung

Praesens Verlag; 104 Seiten; 14,40 Euro

insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
hansulrich47 01.08.2018
1. Reform? Verschlimmbesserung!
Ein Reform sollte - im Prinzip - zu einer Verbesserung führen. Das seh' ich nicht. Es ist mit egal, ob jetzt Schiffahrt drei f hat oder zwei. Eine Erleichterung wäre es, gleich ausgesprochene Wort auch gleich zu schreiben. Zum Beispiel Fliege und Vogel. Mit f: Fogel. Aber so was ist wohl zu viel verlangt. Das ß gehört auch abgeschafft. Das ist möglich, die Schweizer zeigen: Es geht! Und das Portemonnaie schreib ich selbstverständlich weiter so!
silenced 01.08.2018
2.
Diese Reform, in Verbindung mit der Schulreform in manchen Bundesländern, daß Kinder bis zur 4. oder 5. Klasse so schreiben dürfen wie sie wollen, also rein nach Gehör, war mit das Dümmste was jemals verabschiedet wurde. Das ß hat seinen Sinn und ist wichtig. Beispiel: "Wir trinken Alkohol in Maßen." - "Wir trinken Alkohol in Massen.". Zwei komplett unterschiedliche Aussagen. Genauso die Regeln für Getrennt- und Zusammenschreibung. 'Das wird zusammengeschrieben." - "Das wird zusammen geschrieben." Zwei komplett verschiedene Bedeutungen. Da hilft oft auch kein Kontext. Wenn man den Kindern das in der Schule ordentlich beibringt, gibt es auch keine Probleme damit.
Zaunsfeld 01.08.2018
3.
Zitat von hansulrich47Ein Reform sollte - im Prinzip - zu einer Verbesserung führen. Das seh' ich nicht. Es ist mit egal, ob jetzt Schiffahrt drei f hat oder zwei. Eine Erleichterung wäre es, gleich ausgesprochene Wort auch gleich zu schreiben. Zum Beispiel Fliege und Vogel. Mit f: Fogel. Aber so was ist wohl zu viel verlangt. Das ß gehört auch abgeschafft. Das ist möglich, die Schweizer zeigen: Es geht! Und das Portemonnaie schreib ich selbstverständlich weiter so!
Sie sind auch nicht konsequent, sondern einfach nur stur. Bei Vogel und Fogel fordern Sie, dass Wörter mit gleicher Aussprache auch gleich geschrieben werden, aber Portemonnaie schreiben Sie natürlich weiter so .... Sie können machen und schreiben, wie Sie wollen. Schließlich müssen Sie ja wahrscheinlich keine Bewerbungen mehr abgeben oder Ihre Texte vom Lehrer korrigieren lassen. Währenddessen lernen nun die Kinder schon seit über 15 Jahren die neue Rechtschreibung in der Schule. Sie hat sich praktisch schon durchgesetzt.
olli0816 01.08.2018
4. Ich kann es nicht mehr nachvollziehen
OK, Sprache verändert sich ständig. Lese ich ein Buch von 1900, entdecke ich neben dem anderen Schriftbild ganz viele anders geschriebene Wörter und solche, die heute nicht mehr verwendet werden. Das man formal versucht, die Rechtschreibung möglichst einheitlich und unmissverständlich zu machen, ist durchaus sinnvoll. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass die meisten jahrelang in keiner Schule mehr waren und sich das Beschäftigen mit neuen Regeln nicht sonderlich viele mehr antun. In der Schule war ich in Rechtschreibung sehr gut, aber heute, wie mir der Test gezeigt hat, bin ich gerade mal durchschnittlich. Wenn ich mir anschaue, was sich geändert hat, dann erinnert mich das bei manchen Regeln an Falschschreibung. Wenn man sich Texte anschaut, die sowohl professionell als auch ganz normal privat geschrieben werden, sind diese Regeln überbewertet, weil sich wenige danach richten. Viele würden es noch nicht mal nachvollziehen können und überlesen es. Ein Friseur ist für mich richtig geschrieben, aber Frisör? Ich weiß nicht. Ich schätze, Rechtschreibung sollte etwas toleranter sein und das Hauptziel, dass der andere das geschrieben verstehen kann muß gegeben sein. Ständige Änderungen, die z.T. schwer nachzuvollziehen sind, finde ich kontraproduktiv. Wozu soll ich mir denn die ganzen Änderungen zu ss und ß merken? Ein Schlüssel ist ein Schlüßel, beides kann man erkennen, worum es sich handelt. Nur Pedanten müssen alles möglichst eindeutig definieren. Sieht man sogar hier bei vereinzelten Kommentatoren. Ein oder zwei werden nicht müde, sich als Rechtschreib-Taliban aufführen zu müssen. Ist aber leider nur mässig interessant.
cosmose 01.08.2018
5.
12 von 20 Punkten im ersten Versuch, das kratzt schon ein wenig am Ego :) Erstaunlicherweise ist meine Rechtschreibung im Allgemeinen trotzdem noch besser, als die meiner Auszubildenden, die nur nach der neuen Rechtschreibung gelernt haben. Irgendwas haben wir in den 90ern also doch richtig gemacht...
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