Junge Heldin 16-Jährige rettet betrunkene Kajakfahrer

Sie war mit Freunden am Chiemsee unterwegs, als sie Hilferufe hörte: Zwei Paddler waren mit ihrem Kajak gekentert und trieben im nur sieben Grad kalten Wasser. Da sprang die 16-jährige Schülerin in den See und zog beide Männer zum Ufer.  

Chiemsee: Wer um diese Jahreszeit kentert, unterkühlt schnell
dapd

Chiemsee: Wer um diese Jahreszeit kentert, unterkühlt schnell


Eine 16-jährige Schülerin hat zwei Männer aus dem Chiemsee gerettet, die mit ihrem Kajak gekentert waren. Am späten Montagabend waren die 27 und 28 Jahre alten Männer auf den See hinausgepaddelt. Etwa 250 Meter vom Ufer entfernt fielen sie in das nur sieben Grad kalte Wasser. Die Schülerin hörte ihre Hilferufe und sprang sofort in den See, berichtete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Dienstag. Sie sei zu den Verunglückten geschwommen und habe sie nacheinander ins seichte Wasser gezogen, wo die Männer wieder selbst stehen konnten.

Die inzwischen eingetroffene Wasserwacht zog alle drei auf ein Rettungsboot und brachte sie an Land. Die Paddler erlitten starke Unterkühlungen, einer der beiden befand sich nach Angaben der Polizei kurzzeitig sogar in einem kritischen Zustand. Am späten Abend habe aber keine Lebensgefahr mehr bestanden. Die 16-jährige Retterin war ebenfalls unterkühlt, aber wohlauf. Sie war mit Freunden am Ufer unterwegs, als das Unglück passierte. Die Männer seien angetrunken gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

An dem Einsatz waren Rettungsdienst, Wasserwacht, DLRG, Feuerwehr und Polizei beteiligt. Ein aus München angeforderte Polizeihubschrauber suchte das Wasser mit Scheinwerfer und Wärmebildkamera nach weiteren Verunglückten ab, fand aber nichts. Vorübergehend wurden mehrere Wasserwachten rund um den Chiemsee und ein Polizeiboot in Alarmbereitschaft versetzt.

son/dpa



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insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
stefanbodensee 24.04.2012
1.
Der komplette Einsatz der Rettungsdienste / Wasserwacht / DLRG / Feuerwehr und der Polizei sollten diesen beiden Trotteln in Rechnung gestellt werden. Ansonsten muss leider wieder (mal) der Steuerzahler für solche grenzdebilen Subjekte aufkommen.
Spiegelwahr 24.04.2012
2.
250 m Wasserstrecke sind bei dieser Wassertemperatur von 7 C sehr gefährlich, dass hätte leicht ins Auge gehen können und dann gebe es eine Tote mehr.
haltetdendieb 24.04.2012
3. Ja das ist sehr spannend
Zitat von sysopdapdSie war mit Freunden am Chiemsee unterwegs, als sie Hilferufe hörte: Zwei Paddler waren mit ihrem Kajak gekentert und trieben im nur sieben Grad kalten Wasser. Da sprang die 16-jährige Schülerin in den See und zog beide Männer zum Ufer. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,829508,00.html
Ja das ist sehr spannend, viel spannender als die Diskriminierung von Muslimen in Europa wie sie von amnesty festgestellt wird........! Sach ich ma so einfach. Ansonsten hat mein Vorschreiber Recht. Wer säuft hatr auch Geld genug seine Rettung zu zahlen.
ragout 24.04.2012
4. Hochachtung
Hochachtung! Das war eine supergute Reaktion des Mädchens. Hut ab!
Hamberliner 24.04.2012
5.
Zitat von stefanbodenseeDer komplette Einsatz der Rettungsdienste / Wasserwacht / DLRG / Feuerwehr und der Polizei sollten diesen beiden Trotteln in Rechnung gestellt werden. Ansonsten muss leider wieder (mal) der Steuerzahler für solche grenzdebilen Subjekte aufkommen.
Das Mädchen soll also kostenlos ihr Leben riskiert, ihre Kleidung durchnässt, ein physisch extrem unangenehmes Erlebnis gehabt und mehrere Stunden Zeit verloren haben, nur der saturierte Steuerzahler soll pro Person ca. 0,5 Cent erstattet bekommen? Ich setze voraus, dass nur bayrische Steuerzahler betroffen sind. 12,5 Mio. Bayen macht ca. 6 Mio. bayrische Steuerzahler. 50 Leute kosten pro Nase und Stunde ca. 100 EUR inkl. Gemeinkosten, eine Hubschrauberstunde unter 5000 EUR, Einsatzdauer ca 3 Stunden, macht 30000,- EUR verteilt auf 6 Mio. bayrische Steuerzahler.
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