Unterrichtsausfall wegen Wetter Schüler in Niedersachsen freuen sich über schneefrei

In vielen Schulen in Niedersachsen wurde wegen des Winterchaos der Unterricht spontan abgesagt. In drei Fällen waren nicht Eis und Schnee auf den Straßen das Problem - sondern die Heizung.

Schlitterpartie statt Schule: Eine Familie aus Bad Essen in Niedersachsen
DPA

Schlitterpartie statt Schule: Eine Familie aus Bad Essen in Niedersachsen


Verlängerte Weihnachtsferien für viele Schulkinder in Niedersachsen: In rund einem Drittel aller Kreise ist der Unterricht am Donnerstagmorgen wegen Schnee und Glätte ausgefallen. Abgesagt wurde die Schule in 13 von 38 Kreisen und vier von acht kreisfreien Städten, darunter Wolfsburg, Osnabrück, Oldenburg und Aurich. An drei Schulen wurde der Unterricht abgesagt, weil dort die Heizung versagte.

Wann Schüler schneefrei bekommen, wird in allen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. In Niedersachsen entscheidet jeder Landkreis gesondert, ob ein sicherer Schulweg gewährleistet ist. Zudem kann es passieren, dass Grundschüler, die Sekundarstufe I (bis zur 10. Klasse), die Oberstufe und Berufsschüler unterschiedlich behandelt werden.

Aus der Sicht des niedersächsischen Kultusministeriums hat sich diese verwirrende Regelung über Jahre bewährt. Es mache keinen Sinn, eine landesweite Entscheidung zu treffen, da das Wetter in Ostfriesland nicht mit dem im Harz zu vergleichen sei.

vet/dpa

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insgesamt 33 Beiträge
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and_over 07.01.2016
1. drei Flocken Schnee
- und schon gibts schulfrei. Wie konnte ich früher nur bei 30cm+ mit dem Fahrrad zur Schule kommen?
Freifrau von Hase 07.01.2016
2.
Da ist eher die Glätte das Problem, nicht der Schnee.
bissig 07.01.2016
3. Glätte ist nur bedingt Schuld
Bei uns im Ort sind alle Schulen geschlossen, auch die Grundschulen - und die haben bekanntermassen ein sehr eingeschränktes Einzugsgebiet (die Schüler kommen mit dem Fahrrad oder zu Fuss, wenn sie nicht gerade von Soccer-Mom die 1000 Meter gefahren werden). Die Strassen sind weitestgehend schneefrei, auf den Hauptverkehrsstrassen ist noch nicht mal mehr Schneematsch. Und die Kindergärten sind offen. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Die Gemeinde hat anscheinend kein Vertrauen in die Fahrkünste der Eltern/Lehrer und die Laufkünste der Kinder. Irgendwas scheint da mit den Eltern passieren, wenn das Kind vom Kindergarten in die Schule kommt.
Indigo76 07.01.2016
4.
Zitat von bissigBei uns im Ort sind alle Schulen geschlossen, auch die Grundschulen - und die haben bekanntermassen ein sehr eingeschränktes Einzugsgebiet (die Schüler kommen mit dem Fahrrad oder zu Fuss, wenn sie nicht gerade von Soccer-Mom die 1000 Meter gefahren werden). Die Strassen sind weitestgehend schneefrei, auf den Hauptverkehrsstrassen ist noch nicht mal mehr Schneematsch. Und die Kindergärten sind offen. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Die Gemeinde hat anscheinend kein Vertrauen in die Fahrkünste der Eltern/Lehrer und die Laufkünste der Kinder. Irgendwas scheint da mit den Eltern passieren, wenn das Kind vom Kindergarten in die Schule kommt.
Der Unterschied zwischen Kindergarten und Schule ist ganz einfach. Es gibt Schulpflicht aber keine Kindergartenpflicht. Wenn sich ein Kind auf dem Weg in den Kindergarten wegen Eisglätte verletzt, dann ist das die Schuld der Eltern, die es riskiert haben, ihre Kinder trotz der widrigen Umstände loszuschicken. Wenn das auf dem Weg zur Schule passiert, könnte man es so interpretieren, dass die Schule (bzw. das Bundesland - Bildung ist ja Landesrecht) Schuld ist. Wenn man bedenkt, wie sehr Eltern heutzutage darauf bedacht sind, die Schuld bei jemand anderem zu suchen, ist es sehr verständlich, dass das Land sich absichert.
specialsymbol 07.01.2016
5. Heizungen..
..na, das sagt doch einiges über die Ausstattung der Institutionen aus, in denen unsere Kinder ihre Kindheit absitzen müssen.
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