Verzicht auf Abschlussfahrt US-Schüler spenden krebskranker Direktorin 8000 Dollar

Sie wollten vier Tage auf einer Ranch in New York verbringen. Doch dann sagten Schüler einer High School in den USA ihre Abschlussfahrt ab. Das Geld gaben sie lieber der Schulleiterin - für die Behandlung ihrer Krebserkrankung.

Direktorin Vashaw (Screenshot aus TV-Bericht): "Schwer, Hilfe anzunehmen"
WMUR

Direktorin Vashaw (Screenshot aus TV-Bericht): "Schwer, Hilfe anzunehmen"


Courtney Vashaw hat Krebs. Vor einigen Wochen hatten ihr die Ärzte gesagt, ihr Krebs trete selten auf und sei sehr aggressiv. Sie müsse sich darauf einstellen, eine Weile nicht arbeiten zu können. Vashaw leitet eine Schule in Bethlehem im US-Bundesstaat New Hampshire.

Die Direktion ist freundlich und zurückhaltend, sie steht nicht gern im Mittelpunkt. Ihr Beruf ist ihr sehr wichtig, sie will ihre Schüler zu guten Menschen erziehen. Und weil Vashaw erklären wollte, warum sie wochen- oder gar monatelang fehlen würde, erzählte sie den Schülern von ihrer Krankheit.

Den Abschlussjahrgang bewegte das Schicksal ihrer Direktorin so sehr, dass er sich kurzerhand dazu entschied, seine Abschlussfahrt abzusagen und das Geld Vashaw zu geben. "Sie kümmert sich immer um uns und ist sehr selbstlos. Wir wollten auch selbstlos sein", sagte der Schüler Ian Baker dem Nachrichtensender WMUR 9. Klassensprecher Christopher Sirois sagte: "Jeder von uns hat eine Verbindung zu ihr, sie hat uns so viel gegeben und wir wollen ihr etwas zurückgeben."

Eigentlich hatten die Schüler geplant, vier Tage auf einer Ranch im Bundesstaat New York zu verbringen. Rund 8000 Dollar hätte die Fahrt gekostet. Doch als Vashaw ihnen von ihrer Krankheit erzählte, stimmten sie darüber ab, ob sie die Reise absagen und das Geld Vashaw für die Behandlung ihrer Krankheit geben sollten. Das Ergebnis lautete nein zu New York, ja für die Direktorin.

Vashaw war gerührt: "Es ist sehr schwer für mich, die Hilfe anzunehmen und ich weiß nicht, was ich sagen soll." Immer habe sie sich dafür eingesetzt, Kinder und Jugendliche nicht nur akademisch voranzubringen, sondern auch zu Menschen zu erziehen, die sich für andere einsetzen.

Einen besseren Weg, ihrer Direktorin zu zeigen, dass ihre Worte gehört worden sind, hätten die Schüler wohl nicht finden können.

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kha



insgesamt 113 Beiträge
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moneysac123 28.05.2015
1.
in deutschland käme die ärmste vor den kadi, wegen der annahme des geldes.
hektor2 28.05.2015
2. Exakt
Zitat von moneysac123in deutschland käme die ärmste vor den kadi, wegen der annahme des geldes.
Exakt das waren ebenfalls meine ersten Gedanken.
Rubyconacer 28.05.2015
3. Echt rührend
Es gibt doch noch gute Geschichten. Hoffentlich kann das Geld noch helfen.
schokohase123 28.05.2015
4. Klassisches Beispiel...
für den Sozialdarwinismus des amerikanischen "Gesundheitssystems". Wer sich keine Behandlung leisten kann, der stirbt. Oder muss sich von einer Schulklasse helfen lassen. Die Ablehner von Obamacare sollten sich bis auf die Knochen schämen. Aber das werden sie nicht.
n.nixdorff 28.05.2015
5. Nur gut,
dass die Frau in den USA lebt. In Berlin würde sie zunächst einmal zu einer saftigen Geldstrafe verknackt und gegen die Schüler bzw. deren Eltern würde ermittelt…
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