Schulabbrecher 50.000 verlassen die Schule ohne Abschluss

Die gute Nachricht: Immer weniger Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss. Die schlechte: Noch immer sind es 53.000 Jungen und Mädchen. Damit sinkt die Abbrecherquote nur sehr langsam. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. 

Schulabbrecher: Die Zahl der Schulabbrecher sinkt nur langsam

Schulabbrecher: Die Zahl der Schulabbrecher sinkt nur langsam


Auf dem "Bildungsgipfel" vor dreieinhalb Jahren hatten sich Bund und Länder ein hohes Ziel gesteckt: Sie wollten den Anteil der Schulabbrecher in fünf Jahren halbieren, von acht auf vier Prozent. Jetzt zeigt sich: Davon sind sie noch weit entfernt. 2010 haben 6,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler eines Altersjahrgangs keinen Abschluss gemacht, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Das sind 53.058 Jungen und Mädchen.

Ein Viertel dieser Jugendlichen besuchten zuvor eine Hauptschule, etwas mehr als die Hälfte eine Förderschule. Auch wenn das Ziel vom "Bildungsgipfel" noch nicht erreicht ist, sank die Zahl der Schüler ohne Schulabschluss in den vergangenen Jahren: 2009 verließen 6,9 Prozent der Schüler die Schule ohne Abschluss, 2006 waren 7,9 Prozent. Der Anteil der Jungen ist etwas höher als der der Mädchen.

Auffällig sind die starken Unterschiede zwischen den Bundesländern: Generell verließen in den neuen Bundesländern deutlich mehr Jugendliche die Schule ohne Abschluss als in den alten Ländern. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 14 Prozent des Altersjahrgangs, in Sachsen-Anhalt 13, in Baden-Württemberg 5,2 und in Bayern 5,6 Prozent.

Insgesamt besuchten 2010 rund 8,8 Millionen Kinder und Jugendliche eine Schule. Mädchen schaffen häufiger den Sprung auf eine höhere Schulform. An Gymnasien sind Mädchen mit 52,7 Prozent in der Mehrheit. An Förderschulen dagegen sind Jungen mit 63,7 Prozent häufiger vertreten. Auch zu Hauptschulen gehen mit 56,1 Prozent mehr Jungs als Mädchen.

mer/dpa

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