Schwerkranke Teenager "Der Tod kann mich mal"

Sie ringen mit dem Tod, während die Freunde zum ersten Mal knutschen, auf Partys gehen oder den Führerschein machen. Schwerkranke Teenager bekommen eine andere Sicht auf das Leben. Drei Mädchen erzählen, wie ihre Krankheit sie verändert hat - und was jetzt wirklich zählt.

Von Kira Brück


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Teenager ringen mit dem Tod: Kämpfen, hoffen, überleben
Mit 17 ist man voller Träume. Die Wünsche an das Leben sind noch größer als die Erinnerungen an dasselbige: Work and Travel in Australien, mit der Fußballmannschaft aufsteigen, endlich einen festen Freund. Oder raus aus der Intensivstation, nicht mehr ständig Schmerzen aushalten müssen, den Krebs besiegen. Junge Menschen, die sich in einem Alter, in dem das Leben erst so richtig losgeht, schon mit Chemotherapie und Testament, Krankenhausessen und Metastasenwachstum beschäftigen müssen, brauchen eine andere Sicht auf das Leben, um an das Glück zu glauben.

Und sie brauchen Stärke, um ihre verzweifelten Familien zu ertragen. Wie John Green in seinem Jugendroman "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" schreibt: "Ich wollte meine Eltern glücklich machen. Denn es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit 16 an Krebs zu sterben, und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt."

Schwerkranke Teenager verbringen mehr Zeit in Krankenhäusern als in der Schule. Sie haben oft mehr Freunde mit Glatze als mit einer hippen Frisur. Und sie reden jeden Tag mit Ärzten, die ihnen ihre Krankheit mit komplizierten Fachbegriffen erklären. Während ihre Freundinnen zum ersten Mal die Pille verschrieben bekommen, nehmen sie täglich die härtesten Medikamente. Und wenn sich die Klassenkameraden auf Studienplätze bewerben, hoffen sie, dass es für sie ein nächstes Lebensjahr geben wird.

Und egal, mit wem sie sprechen, die Menschen sind sprachlos. Sie wissen nicht, was sie einem Jugendlichen sagen sollen, der vielleicht bald stirbt. Dabei entwickeln Jugendliche auf der Schwelle zwischen Leben und Tod oft viel Optimismus, Kampfgeist und sogar Humor. Hier erzählen Maxi, Marina und Kathi von ihrer Krankheit und dem Weg zurück ins Leben, das nie wieder so sein wird wie zuvor.



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insgesamt 60 Beiträge
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Klartext007 30.07.2013
1. Oh Mann!
Zitat von sysopSie ringen mit dem Tod, während die Freunde zum ersten Mal knutschen, auf Partys gehen oder den Führerschein machen. Schwerkranke Teenager bekommen eine andere Sicht auf das Leben. Drei Mädchen erzählen, wie ihre Krankheit sie verändert hat - und was jetzt wirklich zählt. http://www.spiegel.de/schulspiegel/schwerkranke-teenager-erzaehlen-der-tod-kann-mich-mal-a-909430.html
Ich glaube niemand kann nachvollziehen, wie es Betroffenen und deren Angehörigen in einer solchen Situation geht. Ich beglückwünsche die drei Mädchen, dass sie diese Mörderkrankheit überstanden haben von Herzen und hoffe, dass sie das erreichen, wovon sie träumen. Ich drück Euch die Daumen. LG
dr.joe.66 30.07.2013
2. Respekt !!!
Zitat von sysopSie ringen mit dem Tod, während die Freunde zum ersten Mal knutschen, auf Partys gehen oder den Führerschein machen. Schwerkranke Teenager bekommen eine andere Sicht auf das Leben. Drei Mädchen erzählen, wie ihre Krankheit sie verändert hat - und was jetzt wirklich zählt. http://www.spiegel.de/schulspiegel/schwerkranke-teenager-erzaehlen-der-tod-kann-mich-mal-a-909430.html
Mein Jüngster hat mit 9 Diabetes Typ I gekriegt. Peanuts gegen das was Ihr mitgemacht habt, aber ein bisschen kann ich nachvollziehen, dass Ihr vor allem eines wollt: Leben! Respekt vor Eurem Mut!
hooverphonic 30.07.2013
3. Fall 3 = Ärzteschlamperei??
Zitat von sysopSie ringen mit dem Tod, während die Freunde zum ersten Mal knutschen, auf Partys gehen oder den Führerschein machen. Schwerkranke Teenager bekommen eine andere Sicht auf das Leben. Drei Mädchen erzählen, wie ihre Krankheit sie verändert hat - und was jetzt wirklich zählt. http://www.spiegel.de/schulspiegel/schwerkranke-teenager-erzaehlen-der-tod-kann-mich-mal-a-909430.html
Hmhmm...das gefällt mir nicht so ganz. Trotz der Tatsache, dass ich auf diesem medizinischen Teilgebiet Laie bin, habe ich mich beim Lesen gefragt, ob der 9-cm-Tumor nicht durch einen sogenannten "Kunstfehler" zuvor verursacht worden war? Ich weiß ja nicht, aber wenn da der richtige Spezialist beim "Darmbasteln" am Werk gewesen wäre, hätte es vielleicht gar nicht zu einem Tumor kommen müssen.
Neinsowas 30.07.2013
4. ja, die Angst...
der Eltern, ein Kind zu verlieren, ist mir vertraut. Und es liest sich gut, wie viel Hoffnung und Mut diese Mädchen haben. Und ich wünsche ihnen eine ganz erfüllte Lebens-Zeit! Niemand weiss, wie lange die seine ist. Viele Jugendliche werden durch Unfall jäh aus dem Leben gerissen. Säuglinge sterben ohne erkennbaren Grund...Aber auch Mütter sterben vor ihren kleinen Kindern.....Es kann immer und überall passieren...Jeder hat sein Schicksal! Deshalb wäre es gut, wenn das Thema Tod wieder in unserer Gesellschaft Platz fände. Was ist der Sinn des Lebens? Was des Todes? In jedem Fall verändert er - er greift ein - er macht bewusst - Qualitäten vor Quantitäten... Das ist die Chance, es zu begreifen: Ohne Licht kein Schatten - je stärker das Licht, desto dunkler, desto härter der Schatten - das milde Grau - es lässt offen, es schmerzt nicht so.... Wie heisst ein altes geflügeltes Wort: "Wen der Herrgott liebt, den holt er früh zu sich" Denn gerade ein kurzes Leben bedeutet Tragik, kann viel bewirken. Das Thema ist ein allzu grosses! Und ich finde es ein bisschen schade, dass diese 3 Mädchen sich so gar nicht äussern (in dem Altern sind sie ja), welche Gedanken sie sich über den Tod machen..., gerade, wenn sie doch so nahe dran waren!
jetztaber! 30.07.2013
5. Zum Glück
gibt es auch immer wieder solche Geschichten! Ich freue mich für die drei fantastischen Mädchen, die diese Scheißkrankheit besiegt haben und wünsche ihnen alles, alles Gute für eine möglichst lange Zukunft! Wenn man selbst oder eine nahestehnde Person von der Krankheit betroffen sind, braucht man einfach immer wieder auch die Aussicht auf Besserung - ohne Hoffnung kann man nicht leben. Danke also für diese bewegenden Berichte...
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