700 Wasserrutschen im Test Noch mal!

Die Brüder Julian und Luca haben ein sehr nasses Hobby: Sie testen Wasserrutschen. Breite, schmale, schnelle, steile, Röhren, Trichter, Hunderte haben sie schon ausprobiert. Ihr Favorit? Schwierig.

Julian Tschech

In der Röhre leuchten schwarze und weiße Streifen - so ähnlich wie eine Spirale. Wasser fließt, Julian sieht nicht, wo es hingeht. Dann saust er abwärts, Kurve um Kurve um Kurve um Kurve, es wird hell, wieder dunkel. Dann platscht Julian in das Schwimmbecken. Was für eine Rutschfahrt!

Julian, 21, testet Wasserrutschen, zusammen mit seinem Bruder Luca, 16. Die beiden leben in Velbert in Nordrhein-Westfalen, von dort fahren sie für ihre Tests quer durch Deutschland. Vor Kurzem waren sie vier Tage lang in Sachsen unterwegs. Früh morgens gehe es los, erzählt Julian, dann können sie in Ruhe drehen und rutschen. Die Schwimmbäder haben sie sich meist schon vorher herausgesucht, die Auswahl koste viel Zeit.

Die beiden Brüder rutschen aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in Dänemark beispielsweise, in Italien und Österreich. Mehr als 700 Rutschen haben sie in den vergangenen Jahren ausprobiert: breite und schmale, schnelle und steile, Röhren und Trichter.

"Wir waren schon immer große Fans von Wasserrutschen", schreiben die beiden Brüder auf ihrer Webseite. Irgendwann gingen sie mit einer besonderen Kamera ins Schwimmbad, drehten ein Video und stellten es ins Internet. Weil es dort so gut ankam, machten Julian und Luca weiter. Inzwischen haben sie mehr als 700 Videos bei YouTube hochgeladen.

Eine Lieblingsrutsche hätten sie nicht, sagen sie. Julian gefallen zum Beispiel Rutschen, auf denen es richtig schnell abwärts geht. Das mache am meisten Spaß, sagt er. Aber auch langsamere Rutschen mit tollen Farben und Geräuschen seien spannend.

Eine Rutsche ist den beiden Experten besonders in Erinnerung geblieben: der Grüne Hai, der steht in einem Schwimmbad in Baden-Württemberg. Der Eingang sieht nicht besonders aufregend aus, doch von dort aus geht alles sehr schnell. Die Abfahrt dauert nicht besonders lange, dann schießt man mit hohem Tempo ins Becken - direkt aus dem Maul des Grünen Hais.

David Kluthe/dpa/fln



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