Under Cover Madeleine, 20, legt auf der Straße los

Madeleine Murschel

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In Madeleines Heimatstadt Stuttgart kennen vermutlich schon einige Menschen ihr Gesicht. Denn die 20-Jährige macht Straßenmusik, sie legt mit ihrer Band oft in der Stuttgarter Innenstadt los. Dabei geht es ihr nicht um Geld. Sie sucht die Bühne, will auftreten, singen und Menschen unterhalten. Je länger die Leute stehen bleiben, desto mehr fühlt sie sich angespornt.

Ihre ersten Auftritte hatte sie mit zwölf Jahren als Keyboarderin und Sängerin in Schülerbands und der Band ihres Bruders. Heute ist sie dort festes Mitglied. "Ich habe mich als Kind exzessiv mit meiner Stimme beschäftigt", sagt Madeleine, "ich habe jeden Tag nur gesungen". In ihrem Youtube-Kanal veröffentlicht sie Cover von souligen Popsongs: Stefanie Heinzmann, Lena Meyer-Landrut, Rihanna, Avicii.

Vor kurzem wurde eines ihrer Cover auf einer Fanseite des European Song Contest vorgestellt, unter der Rubrik "Unser Song für Dänemark". Madeleine ist stolz darauf. Vielleicht schafft sie es ja in eine Vorrunde und käme damit einem ihrer Vorbilder, dem ehemaligen ESC-Teilnehmer Max Mutzke, etwas näher.

"Letztes Jahr im Herbst habe ich mit meiner Band 'Boodoo' eine Straßenmusiktour gemacht, zwölf Städte in fünf Tagen. Wir stellen uns einfach auf die größte Einkaufsstraße der Stadt und legen los. Wir werden auch hin und wieder für kleine Gigs gebucht, etwa auf Hochzeiten. Aber das Tolle an der Straßenmusik ist, dass die Leute nur wegen uns stehen bleiben. Unsere Musik ist der Mittelpunkt, wir sind nicht nur ein Teil einer Veranstaltung. Manchmal bleiben die Leute ganze 45 Minuten lang stehen, ein großartiges Gefühl.

Deshalb möchte ich nächstes Jahr Pop-Gesang studieren, ich bereite mich momentan auf die Aufnahmeprüfungen an den Musikhochschulen vor.

Wenn wir mit der ganzen Band ein Video aufnehmen, filmt immer der, der gerade nicht unbedingt im Bild sein muss. Oder ich stelle die Kamera auf ein Stativ, wie im Video zu "Show me the way" von Stefanie Heinzmann, das ich zusammen mit meinem Bruder Marcel in meinem Zimmer gedreht habe.

Musikalisch begegnen würde ich gern einmal Max Mutzke. Also nicht reden, einfach nur gemeinsam musizieren. Ansonsten würde ich gerne mal einem Astronauten über den Weg laufen wollen, der mir dann erzählt, wie das so ist, wenn man ins All geschossen wird."

Mit freundlicher Unterstützung von Sony ATV

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Under Cover: Der Sound der Jugend

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