SPIEGEL-Wettbewerb "Innfloh" ist Deutschlands beste Schülerzeitung

Bayern räumt ab: Beim SPIEGEL-Wettbewerb "Die besten Schülerzeitungen Deutschlands" dominieren diesmal Hefte aus dem Freistaat die Top Ten. Der Sieger kommt aus Mühldorf am Inn - und beendet damit die kurze Regentschaft des Nordens.


Der Pokal wandert zurück in den Süden: Deutschlands beste Schülerzeitung heißt "Innfloh" und erscheint am Ruperti-Gymnasium in Mühldorf am Inn.

Redaktion von "Innfloh": Beste Schülerzeitung 2008/2009
Innfloh

Redaktion von "Innfloh": Beste Schülerzeitung 2008/2009

Nachdem im letzten Jahr erstmals der Gesamtsieger aus Norddeutschland kam ("Meuterei" aus Nordenham), räumten bei der 13. Verleihung vor allem Zeitungen aus Bayern ab: Fünf der Top-Ten-Zeitungen kommen von dort.

Zudem schafften es je zwei Schülerzeitungen aus Baden-Württemberg und Sachsen und eine aus Nordrhein-Westfalen unter die besten zehn. Nur der Norden ging leer aus. "Wir vom SPIEGEL überlegen uns ernsthaft, wie wir im nächsten Schuljahr das durchaus vorhandene kreative Potential im Norden und Osten beflügeln können", sagte SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo bei der Preisverleihung am Montag.

Der "Innfloh" wurde in fünf Kategorien ausgezeichnet: Für den besten Heftinhalt, das drittbeste Titelbild, das siebtbeste Interview, das zehntbeste Foto und gleich vierfach in der Kategorie Reportage. Zur Belohnung fliegen fünf Redaktionsmitglieder in den Herbstferien für eine Woche nach Israel und werden dort vom SPIEGEL-Korrespondenten Christoph Schult betreut.

"Potentielle Kisch-Preisträger von morgen"

Die 20-köpfige Jury hatte in diesem Jahr 1470 Hefte und Beiträge von 686 Schülerzeitungen in insgesamt 16 Kategorien zu begutachten - unter anderem Layout, Titelbild, Reportage. Zudem wurden die besten Zeitungen für sechs verschiedene Schulformen von der Grundschule bis zur Berufsschule ermittelt. 45 Schülerinnen und Schüler wurden in Hamburg als "potentielle Kisch-Preisträger von morgen" ausgezeichnet, so Mascolo.

In der Kategorie "Bester Online-Auftritt" gewann die Schülerzeitung "Grünschnabel" vom Gymnasium Christian Ernestinum in Bayreuth. "Eine spannende, vielseitige Web-Seite, der man anmerkt, dass die Redaktion sowohl großes technisches Know- How als auch journalistische Begabung vorzuweisen hat", sagte Rüdiger Ditz, Chefredakteur von SPIEGEL ONLINE, der den Preis übergab.

Mascolo hob hervor, dass einige Ex-Sieger inzwischen journalistische Karrieren gemacht haben. Sein Fazit des diesjährigen Schülerzeitungswettbewerbs: "Die jungen Journalisten erbringen exzellente Leistungen."

bim

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