Asche in der Tasche Hamburgs Jugendliche sind die Reichsten

Knapp 320 Euro haben Jugendliche in Deutschland im Schnitt pro Monat zur Verfügung. Sowohl die reichsten als auch die ärmsten Jugendlichen leben in Norddeutschland, zeigt eine neue Studie.

Geld von Mama
DPA

Geld von Mama


16- bis 25-jährige Jugendliche in Deutschland können im Schnitt 319 Euro pro Monat ausgeben - mit deutlichen Unterschieden zwischen Jungen (345 Euro) und Mädchen (291 Euro). Aber nicht nur zwischen den Geschlechtern, auch zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es ein großes Gefälle. Das zeigt eine neue Studie, die im Auftrag der comdirect-Bank erstellt wurde. Demnach liegt Hamburg mit durchschnittlich 382 Euro vorn. Gleichaltrige in Mecklenburg-Vorpommern verfügen demnach über mehr als hundert Euro weniger (280 Euro).



Weniger überraschend ist, dass sich das monatliche Budget im Hinblick auf das Alter erheblich unterscheidet: Je älter die Befragten waren, desto mehr hatten sie pro Monat zur Verfügung.

Wichtigste Einnahmequelle ist das Taschengeld, für 44 Prozent der Befragten ist es der bedeutendste Posten - wird aber mit steigendem Alter unwichtiger. Dabei geben die Jugendlichen der Studie zufolge nicht die gesamte Summe aus, die ihnen zur Verfügung steht, sondern sparen im Schnitt etwa ein Drittel.

Weitere Ergebnisse:

  • Wenig Ahnung vom Geld: Das eigene Finanzwissen schätzte jeder fünfte Jugendliche mit der Schulnote 5 oder 6 ein, der Durchschnittswert lag bei 3,4.
  • Schulen leisten wenig: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen (59 Prozent) gibt der Vermittlung von Finanzwissen in der Schule die Note 5 oder 6 (Durchschnittswert 4,4).
  • Unterrichtsfach "Finanzwissen": 51 Prozent der Jugendlichen würden ein solches Schulfach als Wahlfach begrüßen, weitere 44 Prozent fordern es sogar als Pflichtfach.

"In Deutschlands Schulen wird das notwendige Finanzwissen offensichtlich nicht ausreichend vermittelt", heißt es dazu in der Studie. Die Autoren fordern - wenig überraschend - flächendeckend die Einführung eines entsprechenden Unterrichtsfachs.

Für die repräsentative Studie wurden im Juli 2016 bundesweit 1600 Jugendliche und junge Erwachsene befragt.

Taschengeld für Schüler

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insgesamt 14 Beiträge
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disi123 19.09.2016
1. Ueberschrift
Das sind keine Jugendlichen, ich dachte schon ich falle vom Glauben ab. 16-18 sind hier die einzigen die ich als Kinder zaehlen wuerde und die bekommen gerade einmal 150€ im Schnitt, also voellig normal.
bamesjond0070 19.09.2016
2. Wenn sie zugeben, dass sie keine Ahnung haben
und sich Unterricht dazu wünschen, Experten dies fordern, sollte die Antwort klar sein. Ich würde "Wirtschaft" aus "Wirtschaft& Politik" extrahieren und ein eigenes Fach erstellen. Ansonsten würde es helfen, den Wert des Geldes, die Anwendung usw. statt Konzepte für Großunternehmen zu vermitteln.
anna cotty 19.09.2016
3.
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie man in der Schule lernen soll, mit Geld auszukommen. Ich glaube, die Eltern sind da viel einflussreicher, im Guten wie im Schlechten. Ausserdem gehe ich wohl davon aus, dass bei solchen Summen, auch verdientes Geld dabei ist; denn welche Eltern koennen schon ein paar hundert Euro Taschengeld an ihre Kinder geben, vor allen, wenn sie mehr als eins haben.
duke_van_hudde 19.09.2016
4. Was für ein Unfug
Mit 25 Jahren können sie heute schon ein Studium abschlossen haben und mit etwas Glück einen recht gut bezahlten Job haben. Mit 16 Jahren können sie in der Lehre sein und dann zwar stark unterschiedlich von der Höhe schon eigenes Geld verdienen. Dann kommt natürlich das beste und zwar das mänliche 16-25 jährige im Schnitt höheres Einkommen haben. Es wird nicht ansatzweise erklärt warum das so ist. Im Schnitt würde ich vermuten werden die Lehrberufe die haeufiger von Jungs gewählt werden höher bezahlt. Was z.b. einen Teil der Unterschieds erklären könnte. Das ganze wird halt wie immer zur üblichen Propagander genutzt. Wir könnten auch mal ssagen das aus der gesetzlichen Rente alle weiblichen Rentnerinnen mehr Geld herausbekommen wie alle mänlichen Rentnr obwohl die mänlichen Rentner massiv mehr eingezahlt haben. Alleine die unterschiedlichen Lebenserwartungen bevorteilen Frauen bei der Rente um ca 25 %. Was ein Fach Wirtschaft in der Schule angeht bin ich sehr gespalten. Ich befürchte das dort halt ganz extreme Staatspropaganda gefahren würde und das halte ich alles andere als gut um die Wirtschaft zu verstehen. Wieviel von der wirklichen Wirtschaft können den verbeamtete Lehrer verstehen die im Regelfall nie auf den freien Markt gearbeitet haben. Dazu wird der Lehrplan sich nie sich gegen das jetzige Wirtschaftssystem ausprechen. Also den Staats Interventionnismus den wir zur Zeit haben. Sollte einfach alle Möglichkeiten da gestellt werden um zum eigenen Denken angeregt werden dann könnte man das schon machen aber das kann ich bei den Schulen nicht glauben.
gutes_essen 19.09.2016
5.
Zitat von bamesjond0070und sich Unterricht dazu wünschen, Experten dies fordern, sollte die Antwort klar sein. Ich würde "Wirtschaft" aus "Wirtschaft& Politik" extrahieren und ein eigenes Fach erstellen. Ansonsten würde es helfen, den Wert des Geldes, die Anwendung usw. statt Konzepte für Großunternehmen zu vermitteln.
Wirtschaftslehre war auf der Realschule 9. und 10. Klasse ein Pflichtfach - dachte, es wäre überall so?
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