Unesco Weltweit 69 Millionen neue Lehrer gesucht

In den Ländern südlich der Sahara und in Südasien droht der größte Lehrermangel: Die Unesco hat geschätzt, wie viele Pädagogen weltweit in den kommenden Jahren fehlen werden.

Schulklasse in Johannesburg
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Schulklasse in Johannesburg


Bis zum Jahr 2030 werden nach Angaben der Unesco fast 69 Millionen neue Lehrer benötigt, um Kindern weltweit eine gute Grund- und Sekundarschulbildung zu ermöglichen.

Im Grundschulbereich seien in den nächsten 14 Jahren 24,4 Millionen und in der Sekundarschule 44,4 Millionen neue Lehrerinnen und Lehrer erforderlich, teilte die Kulturorganisation der Vereinten Nationen am Mittwoch anlässlich des Weltlehrertages mit. Das liege daran, dass viele Pädagogen in Rente gingen und der Bedarf an Lehrern generell gestiegen sei.

In Afrika südlich der Sahara ist der Lehrermangel demnach am größten: Bis 2030 würden dort 17 Millionen Grund- und Sekundarschullehrer benötigt. An zweiter Stelle stehe Südasien, wo besonders im Sekundarschulbereich qualifiziertes Lehrpersonal fehle. Nur 65 Prozent der Jugendlichen in der Region besuchten eine weiterführende Schule.

In mehreren Ländern behindern bewaffnete Konflikte eine angemessene Bildung. Im Bürgerkriegsland Syrien und im Irak wurden weite Teile des Bildungssystems zerstört. Infolgedessen stünden die Nachbarländer vor der Herausforderung, zahlreichen geflüchteten Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen.

Ich bin Lehrer, und so viel verdiene ich

lov/AFP

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