Schüler und ihre Smartphones "Am Esstisch ist handyfreie Zone"

Von Yasmin Ortega Quiñonez

4. Teil: Jacob, 15 - "Ich fühlte mich ein wenig ausgeschlossen"


SPIEGEL ONLINE

"Zum Telefonieren benutzen wir das Handy kaum noch. Wir regeln alles über Facebook und WhatsApp. SMS verschicken wir zwar manchmal, aber die kostenlosen Apps für SMS sind natürlich beliebter. Bis vor kurzem habe ich mein Handy täglich vielleicht nur eine halbe Stunde genutzt, weil ich damit nicht viel machen konnte. Für Facebook und WhatsApp habe ich meinen iPod verwendet, allerdings nur zu Hause, weil ich darauf kein mobiles Internet habe. Es hat mich sehr gestört, dass ich kein internetfähiges Handy hatte. Ich habe nicht alles gleich mitbekommen und fühlte mich dann ein wenig ausgeschlossen. Unsere Klasse hat eine WhatsApp-Gruppe. Da sind alle aktiv und schreiben beispielsweise, welche Hausaufgaben wir haben.

Seit kurzem habe ich endlich ein Smartphone, ich habe dafür gespart, nur zu Weihnachten haben mir meine Eltern ein wenig dazu gegeben. Die Internetflat muss ich auch selber zahlen. Denn meine Eltern wollen eigentlich nicht, dass ich mir ein Smartphone mit Internetflat kaufe.

Zugegeben, so ein Smartphone kann einen sehr vom Unterricht ablenken. Einige Leute zocken während des Unterrichts auf ihrem Smartphone und passen nicht auf. Und der Lehrer registriert es nicht mal, weil sie es unter den Tischen halten."



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insgesamt 115 Beiträge
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neejah 11.01.2013
1. "Ein Bisschen"
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINENicht ohne mein Handy: Jugendliche hegen und pflegen ihr Smartphone, es ist ihr wichtigstes Statussymbol, sie haben es immer dabei. Zehntklässler verraten, ob sie noch ohne könnten. Und ihr Lehrer berichtet, wie die Telefone den Schulalltag verändern. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/wie-schueler-in-schule-und-alltag-ihre-handys-und-smartphones-nutzen-a-869370.html
Er hat lange gespart und die Eltern haben "ein bisschen" was dazugegeben?! Ich konnte mir mit Taschengeld und Nebenjob in meiner Schulzeit kein 700€ Handy leisten. Ganz abgesehen davon, dass meine Eltern mich unterstützt hätten und mir immer klar gemacht haben, dass dieser Rüstungswettlauf "Wer hat das Beste" mich als Menschen nicht ausmacht und es wichtigere Dinge im leben gibt. Heutzutage ist das wohl zu anstrengend, da gibt man lieber "ein bisschen" dazu und hat seine Ruhe.
fisch67 11.01.2013
2. Lebensfremde Lehrer
Es erstaunt mich immer wieder, wie wenig Ahnung Lehrer vom echten Leben, also dem Leben ausserhalb der Schule, haben.
Cey 11.01.2013
3.
Ich vermute, in spätestens einem jahrzehnt wird es sich kaum ein Arbeitnehmer leisten können, von Technik und Software keine Ahnung zu haben. Je eher man sich mit der modernen Technik auseinander setzt, desto größer ist der Vorteil, den man später der Konkurrenz gegenüber hat.
HB8 11.01.2013
4. was tun mit so einem Ding?
Karteikarten Apps: hervorragende Motivation für die Kinder sich Fremdsprachvokabeln oder anderen Dinge, die stupide auswendig gelernt werden müssen, reinzuziehen. Fremdsprach App oder Webseite: wie wird das Wort XXX in der Sprache YYY ausgesprochen. Mit wenigen Klicks weiß man dies. Nachschlagewerke für nahezu alle Bereiche und Themen (wann war der 30jährige Krieg?, wie hieß doch gleich die 3. binomische Formel?) ..... Ich meine der Lehrer hat recht, wenn er sich wünscht: "Uns muss eigentlich gezeigt werden, welche Möglichkeiten wir haben, mit Smartphones an Informationen heran zu kommen. Das wäre wirklich erhellend." Zu begrüßen wäre es natürlich auch, wenn die Schüler darüber Bescheid wissen.
unkunkel 11.01.2013
5.
Gibt auch Smartsphones, die günstiger als 700 € sind. Auch ein nicht mehr ganz brandneues, soeben auf dem Markt erschienenes Handy taugt als Statussymbol ;) Und die gibt es dann leicht schon ab ca. 300 €. Das sollte man als Schüler schaffen können.
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