Zehn Jahre nach dem Abi Und auf einmal erwachsen

Vor zehn Jahren verrieten vier Abiturienten dem SPIEGEL ihre Pläne für die Zukunft. Bereits fünf Jahre später waren die kühnsten Träume verflogen. Und wie geht es ihnen heute? Lesen Sie selbst.

Privat; Peter Ilg

Von Peter Ilg


Knapp eine halbe Million Schüler machen derzeit ihr Abitur in Deutschland. Und viele fragen sich: Was soll bloß aus mir werden? So erging es auch Corina, Thomas, Annika und Franziska. Die vier haben 2007 am Peutinger Gymnasium in Ellwangen das Abitur bestanden und dem SPIEGEL damals von ihren Studienwünschen erzählt: Sonderpädagogik, Italienisch, Baugestaltung und Kulturwissenschaften. Sie träumten von großen Städten und rauschenden Studentenpartys.

Vor fünf Jahren haben wir das Quartett zum zweiten Mal getroffen. Die Mittzwanziger zogen das erste Mal Bilanz: Was ist bloß aus mir geworden? Die Antwort: Aus jedem etwas! Nur nicht unbedingt das, was sie sich einst erträumt hatten. Aber jeder hatte einen Weg gefunden, um dem eigentlichen Plan A möglichst nahezukommen. Auch wenn dafür Umwege notwendig waren. Über Kairo oder Memmingen etwa.

Jetzt traf der SPIEGEL die vier erneut. Ihr 30. Geburtstag lauert. Nach der Jobfrage steht für die vier aktuell das Private im Mittelpunkt. Die drei Frauen sind da schon ziemlich weit. Sie sind dort angekommen, wo sie ihr Leben verbringen wollen - alle drei ganz nah der Heimat. Zurück zum Ursprung also. Nur Thomas sitzt in Neapel fest und arbeitet noch daran, sesshaft zu werden und einen festen Job zu bekommen.

Vier Geschichten über das Seinen-Platz-im-Leben-finden. Zehn Jahre nach dem Abitur.

Klicken Sie auf die Namen, um die Geschichten der vier ehemaligen Abiturienten zu lesen.



insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
siebenachtneun 28.06.2017
1.
Vielleicht verlinkt ihr die Namen noch.
Nordstadtbewohner 28.06.2017
2. Eigentlich gescheitert.
Wenn man die Beiträge unter den Fotos liest, muss man feststellen, dass die Masse der Abiturienten in ihren Wünschen eigentlich gescheitert ist. Ich habe selbst Abitur und habe selbst studiert. Jedoch muss ich immer wieder feststellen, dass bei einer Abiturquote von fast 50% der Niveauniedergang spürbar ist. Schade.
a-baer 28.06.2017
3.
Zitat von NordstadtbewohnerWenn man die Beiträge unter den Fotos liest, muss man feststellen, dass die Masse der Abiturienten in ihren Wünschen eigentlich gescheitert ist. Ich habe selbst Abitur und habe selbst studiert. Jedoch muss ich immer wieder feststellen, dass bei einer Abiturquote von fast 50% der Niveauniedergang spürbar ist. Schade.
Genau so ist es! Und dann neigen SPON Redakteure natürlich auch dazu, Studenten aus Studiengängen zu nehmen, die ihnen mental nahe liegen und die sie verstehen. Hätten sie Leute aus den MINT Fächern befragt, wäre die Bilanz vielleicht noch etwas besser ausgefallen.
acitapple 28.06.2017
4.
Zitat von a-baerGenau so ist es! Und dann neigen SPON Redakteure natürlich auch dazu, Studenten aus Studiengängen zu nehmen, die ihnen mental nahe liegen und die sie verstehen. Hätten sie Leute aus den MINT Fächern befragt, wäre die Bilanz vielleicht noch etwas besser ausgefallen.
Das hab ich mich auch gefragt. Andererseits hätte ich jeden Betrag darauf gewettet, dass der Spiegel 1. bewußt solche blabla-Fächer auswählt und 2. bestimmt 3 von 4 Mädels sind, bloß nicht umgekehrt. Das war dann wohl auch ein Konflikt mit den MINT-Fächern. Was solls, wenn man jung ist darf man scheitern, soll es sogar. Hätten die jungen Leute doch mal zuerst sowas wie Praktika absolviert. Das könnte man ruhig mal in den Sommerferien arrangieren für 3-4 Wochen. Zumindest ein allererster Blick ins reale Arbeitsleben, abseits von Studiengangsbeschreibungen der Unis, wo ja jeder Studiengang paradiesisch angepriesen wird.
poly123 28.06.2017
5. Ich bin 15 Jahre nach dem Abi...
Und nach einer Ausbildung und anschließendem Mint-Studium am eigenem Ziel angelangt: sicherer, interessanter und gutbezahlter Job auf Lebzeiten ;) Haus und eine tolle Frau! Lebe deinen Traum anstatt dein Leben zu träumen
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