Teurer Polizeieinsatz Schüler müssen für missratenen Abi-Streich zahlen

Als Abi-Streich wollten Aachener Gymnasiasten ihren Lehrer entführen, mit Plastikknarren und in Tarnkleidung. Doch Anwohner hielten die Möchtegernganoven für echt und riefen die Polizei. Nun müssen die Schüler für den Einsatz zahlen.

Zum Abitur die Polizei (Archiv): "Nicht auszudenken, was passiert wäre"
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Zum Abitur die Polizei (Archiv): "Nicht auszudenken, was passiert wäre"


Die Abiturienten eines Aachener Berufskollegs trugen Tarnkleidung und hatten nachgebildete Waffen dabei. Einige von ihnen waren maskiert. An ihrem letzten Schultag im März wollten sie vortäuschen, einen ihrer Lehrer zu entführen. Den vermeintlichen Überfall wollten sie filmen.

Anwohner entdeckten die 18- bis 20-Jährigen auf dem Weg zur Schule und riefen die Polizei, die gleich anrückte. "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn nur ein Schüler auf Zuruf der Polizeibeamten die Waffen nicht niedergelegt hätte", sagte ein Polizeisprecher nach dem Einsatz.

Nun müssen die Beteiligten für den Polizeieinsatz eine Strafe zahlen. Nach Polizeiangaben hat jeder von ihnen eine Rechnung über 462,85 Euro bekommen. Es laufen zudem noch Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und der Störung des öffentlichen Friedens.

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Abi-Scherze: Die Schüler rüsten auf

Immer wieder laufen Abi-Streiche aus dem Ruder. Abiturienten verwüsten Schulgebäude, liefern sich Wasserbombenschlachten, bestellen Stripper oder vergiften sich mit Alkohol.

"Vor allem dort, wo es mehrere Gymnasien vor Ort gibt, beobachten wir eine zunehmende Tendenz zu krasseren und eskalierenden Abi-Scherzen", sagte Heinz-Peter Meidinger, Chef des deutschen Philologenverbands, erst im Juli.

Für die Abiturienten ist die Messlatte für den Erfolg ihrer Abi-Scherze die Aufmerksamkeit im Netz. In sozialen Netzwerken machen Eskalation und Chaos schnell die Runde.

kha/dpa



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 192 Beiträge
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Seite 1
Humboldt 25.08.2015
1. na ja
Finde ich übertrieben!
coxeroni 25.08.2015
2.
Abiturienten (m), die Stripper bestellen. Muss wohl in Köln sein.
werbungspamschund 25.08.2015
3. Abiturienten!
Dafür, dass das Abiturienten sind, haben sie absolut nichts in der Birne. Wie blöd muss man eigentlich sein, um so etwas zu machen? Das ist doch kein Spaß.
D_v_T 25.08.2015
4.
Ich wollte vorschlagen, dass man zusätzlich zur Geldstrafe erwägen sollte, für diese geistige Minderleistung das Abitur wieder abzuerkennen. Aber dann las ich Berufskolleg, alles klar...
echnaton12 25.08.2015
5. 100 sozialstunden pro mann wären angemessen
wer so dämlich ist, hat nichts besseres verdient.
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