Jobwünsche nach dem Abi Uni-form

Nach dem Abi ist vor dem Studium. Wir haben Hamburger Abiturienten nach ihren Plänen gefragt. Viele zieht es erst in ferne Länder, dann aber an die Uni. Einen Handwerksberuf will kaum einer ergreifen. Lesen Sie hier, wovon sie träumen.

Nele Gülck

Von Lorina Ostheim und Nele Gülck (Fotos)


Irgendwann holt sie jeden Abiturienten ein, die quälende Frage: Wohin nach dem Abi? Als Lehrling in ein Unternehmen? Zum Sprachenlernen ins Ausland? Oder doch besser gleich an die Universität? Und wenn studieren, dann was? Rund 19.000 Studiengänge bieten Hochschulen in Deutschland derzeit an. Gar nicht so leicht, da den Überblick zu behalten.

Wir haben Abiturienten aus Hamburg am Abend ihres Abiballs gefragt, was sie nun machen wollen und wo sie sich in zwei Jahren sehen. Ein künftiger Physiotherapeut will erst mal auf eine Kaffeefarm nach Tansania, eine angehende Juristin nach Australien und eine Rettungssanitäterin in den Libanon. Lesen Sie hier, wer von welcher Zukunft träumt:

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Fotostrecke: Abi 2018 - und nun?


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Nordstadtbewohner 01.07.2018
1. Medizin, Jura und BWL
Es freut mich, dass die Abiturienten hauptsächlich Studiengänge in Betracht ziehen, die bodenständig sind und später für ein geregeltes Einkommen sorgen. Zu meinen Uni-Zeiten musste ich leider oft erleben, wie gute Abiturienten sich auf "brotlose Künste" einließen und heute im mittleren Alter als Taxifahrer und Kellner ihr Dasein fristen.
fr8train 01.07.2018
2. #1
Ich will niemandem zu nahe treten, aber woher wissen Sie das die Jugendlichen "gute Abiturienten" sind? Es wurde nie auch nur irgendeine Note genannt... Abitur bestanden ist nicht automatisch "Gut".
sven2016 01.07.2018
3.
Jura und BWL in allen Ausprägungen waren schon immer die Renner. Man legt sich nicht fest und kann später entscheiden. BWL mit Mathekenntnissen, Jura ohne. Handwerksberufe sind nicht cool und haben nach der Schule wenig Sozialprestige. Außerdem muss man oft draußen und im Schmutz arbeiten. Besser am Computer:) Oder notfalls kreativ und freiberuflich. Nein: Viel Glück und Erfolg allen Abiturienten.
eunegin 01.07.2018
4. Das macht Hoffnung!
Schön, dass die Abiturienten entspannt sind, soziale Verantwortung zeigen und sich für etwas interessieren. Davon sollten sich manche Ältere etwas abschneiden. Was die Studien-/Ausbildungswahl angeht: jeder darf sich auch mal irren und dann das machen, wozu man sich wirklich berufen fühlt. Es gibt so vieles. Insgesamt finde ich sehr vielsagend (und klasse!), dass die meisten erst einmal eine Orientierungsphase planen. Hatte ich auch. Wenn nicht jetzt, wann dann. Doch hätte man sich das G8/G9-Gestreite dann auch sparen können.
gumbofroehn 01.07.2018
5. Wozu Gap Year, wenn man weiß, was man werden will?
Vielleicht sollte Julia ("Danach will ich unbedingt Medizin studieren. Nichts interessiert mich so sehr wie dieses Fach!") mal jemand stecken, wie lange ein Medizinstudium mit anschließender Facharztausbildung dauert (wenn es gut läuft, zehn bis zwölf Jahre). Dann würde sie sich möglicherweise fragen, ob das mit dem Gap Year so eine grandiose Idee ist. Was von vielen nicht verstanden wird: Der Zeithorizont für das Berufsleben hat sich zwar massiv erweitert. Die Abiturienten von heute (und nicht nur die) können sich darauf einstellen, wenigstens bis 70 arbeiten zu dürfen / müssen. Die Fertilität unterliegt aber den gleichen zeitlichen Beschränkungen wie bei allen Generationen davor.
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