Uni Bielefeld Studenten streiten über Masturbations-Workshop

Der Asta der Uni Bielefeld bietet am Wochenende ein Seminar zum Thema weibliche Ejakulation an. Dagegen regt sich jetzt Widerstand - auch wegen der Finanzierung.

Frau im Bett (Symbolbild)
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Frau im Bett (Symbolbild)


An der Universität Bielefeld stehen derzeit die Aktionstage "Gesellschaft, Macht, Geschlecht" an. Zu den Programmpunkten gehören Diskussionsveranstaltungen zum Thema Transsexualität und Feminismus sowie verschiedene Workshops. Eine Veranstaltung sorgt derzeit jedoch für heftige Diskussionen - ihr Titel "Möseale Ejakulation".

In dem Workshop soll es auch um Selbstbefriedigung für Frauen gehen. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) hatte die Veranstaltung organisiert. Auf der Facebookseite des Asta heißt es, alle Plätze seien bereits ausgebucht. Laut Asta kostet der Workshop 250 Euro.

Auch weil das Geld aus dem Asta-Budget kommt, in das auch Semesterbeiträge fließen, kritisieren einige Studenten die Veranstaltung scharf. "Das ist ein schlechter Scherz", sagte der stellvertretende Vorsitzende des RCDS Bielefeld, Philip Schütze der "Neuen Westfälischen". Bei der Veranstaltung gebe es außerdem keinen wissenschaftlichen Ansatz oder eine Diskussion zum Macht- und Geschlechterverhältnis, da dies in einem Raum mit zehn masturbierenden Frauen kaum möglich sei.

Die Uni Bielefeld betonte, dass die Verantwortung für den Workshop allein beim Asta liege. Deshalb wolle die Uni-Leitung die Veranstaltung weder bewerten noch verbieten.

Video: Leben ohne Masturbation und Pornos- Selbstbewusst statt selbst befriedigt

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