Demonstrationen in Mexiko Tausende protestieren gegen Massaker an Studenten

Im mexikanischen Iguala wurden 43 Studenten von der Polizei festgenommen - und dann offenbar von Kartellmitgliedern ermordet. Tausende Demonstranten im ganzen Land fordern die Aufklärung des Falls.

Demonstration in Mexiko-Stadt: Solidarität mit den Studenten
DPA

Demonstration in Mexiko-Stadt: Solidarität mit den Studenten


Chilpancingo/Mexiko-Stadt - In Mexiko sind Tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen das Massaker an Studenten in Iguala zu protestieren. Die Demonstranten blockierten zeitweise die Schnellstraße, die Chilpancingo mit dem beliebten Urlaubsort Acapulco verbindet. Auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt gab es Proteste gegen den Umgang der staatlichen Stellen mit dem Fall.

"Mexiko ist schlimmer geworden als ein Todeslager. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas schlimmes einmal erleben würde", sagte Mariela Lopez, eine 56 Jahre alte Lehrerin aus Mexiko-Stadt, die sich in der Mittagshitze dem Demonstrationszug angeschlossen hatte. "Solche Gräueltaten passieren, weil die Mächtigen denken, niemand könne ihnen etwas anhaben", schimpfte ein anderer Demonstrant.

Am 26. September waren 43 Studenten in der Stadt Iguala verschwunden, nachdem sie von der Polizei festgenommen worden waren. Am vergangenen Wochenende wurde am Stadtrand ein Massengrab mit 28 Leichen gefunden. Sie sind noch nicht zweifelsfrei identifiziert, doch Geständnisse von zwei Mitgliedern des Drogenkartells "Guerreros Unidos" (Vereinigte Krieger) und eines städtischen Polizisten weisen auf ein enges Geflecht zwischen dem organisierten Verbrechen und den staatlichen Sicherheitskräften hin.

Allein in Iguala sollen 30 Beamte der städtischen Polizei im Sold der "Guerreros Unidos" gestanden haben. Offenbar haben sie die festgenommenen Studenten den Kriminellen übergeben. Die mexikanische Armee und die Bundespolizei haben mittlerweile alle örtlichen Polizisten entwaffnet. Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam hat persönlich die Ermittlungen übernommen.

Unter den Demonstranten waren auch viele Angehörige der verschwundenen Studenten. Sie hoffen, dass einige noch leben.

vet/Reuters/AFP

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insgesamt 2 Beiträge
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Flying Rain 09.10.2014
1. Jaja...
Und unsere Firma, und viele andere deutsche Firmen auch bauen dort gemütlich ein neues Werk.....
hatschon 09.10.2014
2. Mexiko ist ein Land
Wo jeder Mensch um sein Leben fürchtet . Und das war schon immer so weil ich das Land kenne und niemals dort leben würde , weil man nicht sicher ist leider!
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