Die schönsten Unis der Welt Die Pracht erwacht

Während des Studiums in grauen Plattenbauten hocken? An Unis kann es ganz anders aussehen: Ein neuer Fotoband zeigt die prachtvollsten Hochschulen der Welt. Schauen Sie sich um - und testen Sie im Quiz, welche Campus-Geheimnisse Sie kennen.

Von

Guillaume de Laubier

Für Eilige geht es hier direkt zum Quiz.

Das Fischgrätenparkett reflektiert das Tageslicht, Kronleuchter erhellen eine prunkvolle Aula, Sonnenstrahlen fallen durch buntes Bleiglasfenster. Jahrhundertelang scheint sich in den altehrwürdigen Universitäten von Bologna über die Sorbonne bis nach Charlottesville nichts verändert zu haben.

Der französische Fotograf Guillaume de Laubier und der Literat Jean Serroy lassen den Betrachter nun eintauchen in eine akademische Welt, in der die Zeit stillzustehen scheint, und die einer Vielzahl an Menschen normalerweise verborgen bleibt: "Die schönsten Universitäten der Welt" heißt ihr Bildband, der die beeindruckende Zeitlosigkeit renommierter Hochschulen festhält.

Zuerst habe er eine Liste mit den berühmten Universitäten erstellt - darunter Oxford, Cambridge, Yale, Princeton, Chicago, Bologna, die Sorbonne -, die er unbedingt im Bildband haben wollte. Dann habe er Hochschulen in Ländern ergänzt, die Vorreiter für die Bildung waren, zum Beispiel Heidelberg, Coimbra, Uppsala. Schließlich sollten auch Universitäten vorkommen mit besonderen Eigenheiten, zum Beispiel das Trinity College in Dublin mit seiner beeindruckenden Bibliothek.

Als de Laubier die Erlaubnis aller Hochschulen eingeholt hatte und mit seiner Arbeit begann, ließ er sich von seinem Gespür, seiner Neugier und seinem Entdeckungsgeist leiten, um die richtigen Motive auszuwählen. Eine Nacht verbrachte der Fotograf mindestens an jedem Ort, manchmal sogar in einem Wohnheimzimmer der Uni. "So konnte ich mich dem studentischen Leben richtig nah fühlen", sagt der Fotograf.

Anzeige
  • Guillaume de Laubier, Jean Serroy:
    Die schönsten Universitäten der Welt

    Knesebeck; 240 Seiten; 49,95 Euro.

  • Bei Amazon bestellen.
Nur eines fehlt auf den Fotografien: die Studenten. "Wir haben lange darüber nachgedacht, ob wir sie zeigen, etwa bei der Verleihung der Diplom-Urkunden. Aber dann wären die Fotos zu anekdotenhaft geworden. Wir wollten die Historie der Orte hervorheben und mit ihr die Architektur", sagt de Laubier.

Autor Jean Serroy schrieb zu jeder ausgewählten Alma Mater einen informierenden Text, in dem er die Entstehungsgeschichte und Anekdoten verarbeitet. So erfährt der Leser zum Beispiel, wer die Universität im italienischen Bologna im Jahr 1158 mit dem sogenannten Scholarenprinzip ausstatten ließ (Kaiser Friedrich I. Barbarossa) oder welches Tier Besucher am Eingangstor der Universität Salamanca entdecken mussten, um in Prüfungen erfolgreich abzuschneiden (Frosch).

Was wissen Sie über die berühmten Universitäten der Welt? Testen Sie es hier in unserem Uni-Quiz:



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
themistokles 19.10.2015
1.
Tolle Bilder - wenn auch hier und da ziemlich mit Photoshop nachgeholfen wurde. Zum Beispiel bei der LMU München..
cp76 19.10.2015
2.
Lieder ist auf dem Photo aus Princeton nicht das Interieur der University Chapel zu sehen sondern vermutlich eine Dining Hall.
Das Grauen 19.10.2015
3. Unis ohne Menschen sind Museen.
Die Sterilität der Motive vermittelt nicht den Eindruck, daß dort gelehrt, gelernt oder geforscht wird. Es fehlen nur noch die Schilder "berühren verboten" um den Eindruck perfekt zu machen, daß Studenten und Professoren dort völlig fehl am Platz sind. Sehr typisch, und auch symptomatisch, daß dieser hoffentlich falsche Eindruck von den Fotografen absichtlich hervorgerufen wurde, um den alleinigen Fokus auf die Architektur zu lenken. Was zeigt besser die abgehobene Einstellung derer, für die Architektur zum Selbstzweck geworden ist, als Räume ohne Menschen?
Das Grauen 19.10.2015
4. @themistokles: Ehrlich? Photoshop?
Zitat von themistoklesTolle Bilder - wenn auch hier und da ziemlich mit Photoshop nachgeholfen wurde. Zum Beispiel bei der LMU München..
Wenn die Bilder noch nicht einmal echt sind, stellt sich die Frage, warum man sich überhaupt die Mühe machte, Fotos zu schießen. Warum nicht gleich die virtuelle Realität per Autocad erzeugen? Das hätte dann auch den Uni-Betrieb nicht gestört.
Newspeak 19.10.2015
5. ...
Es ist sicher schön, in solchen Räumen zu sein, aber die Schönheit sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Räume, in denen wirklich geforscht wird und Ergebnisse produziert werden, anders aussehen. Mir scheint, viele Menschen verwechseln echte Exzellenz mit den schönen Fassaden und den hochtrabenden Ankündigungen und Versprechen zukünftiger Exzellenz, die meistens nicht eingelöst werden.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.