Dozentenbewertung Bessere Noten für hübsche Profs

Der Schönling punktet, der hässliche Dozent bekommt auch hässliche Noten - wenn Studenten ihre Hochschullehrer beurteilen sollen, spielt die Erscheinung eine Rolle. Das jedenfalls zeigt eine Kölner Untersuchung.


Hasenzähne, Halbglatze, Bauchansatz - unattraktive Professoren kämen bei Leistungsbewertungen schlechter weg, behauptet der Kölner Sozialwissenschaftler Ulrich Rosar. Er will herausgefunden haben, dass sich Studenten bei Qualitätsurteilen über Professoren von Äußerlichkeiten beeinflussen lassen.

"Der verrückte Professor" (mit Jerry Lewis): Schönheit siegt - auch bei Lehrkräften
REUTERS/ Paramount Pictures

"Der verrückte Professor" (mit Jerry Lewis): Schönheit siegt - auch bei Lehrkräften

Rosar legte 207 Studenten aus Stuttgart und Düsseldorf Bilder von Kölner Dozenten vor - sie sollten kenntnislos und vorurteilsfrei entscheiden: Wer sieht gut aus? Wer nicht? Anschließend verglichen Rosar und seine Kollegen das Schönheits-Ranking mit den tatsächlichen Evaluationen und stellten fest: Wer als attraktiv gilt, erhält auch bessere Noten. Bis zu 0,6 Notenpunkte mache das Aussehen aus.

Das würde bedeuten: Bei gleicher Qualität der Lehre bekäme der gutaussehende Professor eine Zwei plus, während die Leistung des unattraktiveren Kollegen mit einer Zwei minus bewertet würde.

Studenten, die Professoren vorwerfen, sie würden hübsche Studentinnen bevorzugen, müssen umdenken. Offenbar gibt es auch für Dozenten einen Schönheitsbonus.



© UniSPIEGEL 1/2007
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