Orientierung zum Studienstart ABC für Erstsemester

Von Anwesenheitspflicht bis Zulassung: Das müssen Erstis wissen.

Student in Bayreuth (Archiv)
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Student in Bayreuth (Archiv)


Die Bewerbungsphase ist vorbei, die ersten Studenten bekommen bereits ihre Zulassungen. Vor dem Start an der Uni muss noch viel geregelt werden. Hilfestellung im Chaos der Vorbereitung und der ersten Uni-Wochen gibt das Ersti-ABC.

  • Anwesenheitspflicht, die: Das Deutsche Hochschulrahmengesetz legt fest, dass Unis keine generelle Anwesenheitspflicht beschließen dürfen. Aber: Übungen, Praktika oder Laborstunden können Anwesenheit voraussetzen, weil sich deren Lernziel nicht zu Hause erreichen lässt. Ein Blick in die Veranstaltungsbeschreibung hilft weiter.
  • AStA, der: Abkürzung für Allgemeiner Studierendenausschuss. Der AStA wird vom Studierendenparlament gewählt und vertritt die Interessen der Studierenden. Außerdem berät er zu allen Themen rund ums Studium. Bei psychischen Problemen oder Rechts- und Wohnungsfragen können sich Erstis zum Beispiel an den AStA wenden.
  • Bafög, das: Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Regelt eine finanzielle Unterstützung während der Ausbildung. Beantragen können Studierende es laut Bundesbildungsministerium beim Studentenwerk vor Ort. Die eine Hälfte des Geldes ist ein staatlicher Zuschuss, die andere ist ein zinsloses Darlehen.
  • Bologna-Prozess, der: Eine europäische Hochschulreform, in deren Zuge die Bachelor- und Masterstudiengänge in Deutschland eingeführt wurden. An den Hochschulen hat sich seitdem einiges geändert. Was Eltern oder ältere Geschwister über ihren Studienalltag erzählen, ist deshalb oftmals nicht mehr aktuell.
  • Credit Points, die: Sind Teil des European Credit Transfer System (ECTS), das die Vergleichbarkeit von Studiengängen gewährleisten soll. Die Punkte stehen für einen bestimmten Arbeitsaufwand (Workload) und werden beim Abschluss von Veranstaltungen angerechnet. Hilfestellung zur Arbeitsplanung: Ein Credit Point steht für 25-30 Arbeitsstunden. 180 Credit Points reichen für einen durchschnittlichen Bachelor.
  • c.t.: Abkürzung für cum tempore, übersetzt heißt das "mit Zeit". Damit gekennzeichnete Veranstaltungen beginnen nicht zur angegebenen Zeit, sondern eine Viertelstunde später. Deshalb spricht man auch von der akademischen Viertelstunde. Zwei direkt aufeinanderfolgende Veranstaltungen sind so kein Problem: Meistens ist genug Zeit für den Raumwechsel - und sogar für einen Kaffee. Veranstaltungen, die mit s.t. (sine tempore - "ohne Zeit") gekennzeichnet sind, beginnen pünktlich.
  • Dies Academicus, der: Lateinisch für akademischer Tag. Heute fallen die Vorlesungen und Seminare aus, stattdessen gibt es Vorträge, Informationsveranstaltungen und Führungen. Gelegenheit für Erstis, über den Tellerrand des eigenen Studiengangs zu schauen.
  • Erasmus: Ein Förderprogramm der Europäischen Union für Auslandsaufenthalte während des Studiums. Studierende bekommen damit finanzielle und organisatorische Unterstützung bei einem Semester im Ausland. Ansprechpartner ist oft das International Office auf dem Campus.
  • Fachschaftsrat, der: Wird kurz einfach Fachschaft genannt. Er vertritt die Interessen der Studierenden des jeweiligen Fachs und organisiert Info- und Kulturveranstaltungen wie die Ersti-Woche.
  • Hochschulsport, der: Eine gute Abwechslung vom Sitzen am Schreibtisch - und dabei oft günstiger als Fitness im Studio. Außerdem gibt es je nach Hochschule ein riesiges Angebot: Von A wie Aquafitness bis Z wie Zumba ist alles dabei.
  • Immatrikulation, die: Bloß ein anderes Wort für Einschreibung. Nachdem Bewerber für ihren Studiengang zugelassen wurden, können sie sich mit den erforderlichen Unterlagen an der Hochschule einschreiben und sind dann offiziell Studierende.
  • Jobbörse, die: An vielen Instituten gibt es ein Schwarzes Brett. Mehr Angebote gibt es meist in der Jobbörse, beispielsweise vom Studentenwerk vor Ort. Dort werden Tätigkeiten angeboten, die sich gut mit dem Studium vereinbaren lassen: 450-Euro-Jobs oder die Arbeit als Werkstudent zum Beispiel.
  • Kindergeld, das: Eltern volljähriger Studierender erhalten bis zu deren Vollendung des 25. Lebensjahrs Kindergeld. Wenn den Eltern keine Kosten mehr durch ihr Kind entstehen, müssen sie ihrem Kind das Geld auszahlen.
  • Krankenversicherung, die: Geringfügig beschäftigte Studierende können bis zu ihrem 25. Lebensjahr weiter über ihre Eltern versichert werden. Wer dafür zu viel Geld verdient oder älter ist, für den gibt es günstige Studententarife.
  • Literatur, die: Bei einigen Standardwerken lohnt sich die Anschaffung, beim Rest greifen Studierende besser auf Kopien oder Leihexemplare zurück. Dabei gilt gerade bei vollen Veranstaltungen: Wer zuerst kommt, leiht zuerst. Viele Dozenten stellen einen Handapparat oder Reader zur Verfügung, in dem wichtige Literatur gesammelt zu finden ist.
  • Ordentlicher Student, der: Mit Aufräumen hat das nichts zu tun. Ordentlicher Student ist, wer an einer Hochschule eingeschrieben ist und dessen Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird. Wichtig ist dieser Status, weil sich nur damit bestimmte Leistungen in Anspruch nehmen lassen.
  • Regelstudienzeit, die: Die Semesterzahl, die bis zum Abschluss des Studiengangs vorgesehen ist. Sie einzuhalten, ist vor allem für Bafög-Bezieher wichtig. Wer zu lange für das Studium braucht, muss in manchen Bundesländern außerdem Gebühren bezahlen.
  • Semesterbeitrag, der: Studiengebühren gibt es in Deutschland höchstens noch für Langzeitstudenten, in machen Bundesländern für ausländische Studierende. Ein Semesterbeitrag wird aber meistens trotzdem fällig. Davon wird unter anderem das Semesterticket bezahlt, außerdem geht ein Teil an Studentenwerk und Verwaltung.
  • Stipendium, das: Förderungen können nicht nur Studierende mit besonders guten Noten bekommen. Auch wer sich sozial engagiert oder zu einer Minderheit gehört, hat Chancen, unterstützt zu werden.
  • Ummelden, das: Wer zum Studieren in eine andere Stadt zieht, muss seiner Meldepflicht nachkommen und sich im Bürgeramt der neuen Stadt anmelden. Dafür muss man eine Einzugsbestätigung des Vermieters vorlegen. In manchen Städten gibt es sogar ein Begrüßungsgeld.
  • Vorlesungsfreie Zeit, die: Nicht zu verwechseln mit Ferien. Hausarbeiten und Prüfungen stehen an, in manchen Studiengängen sind hier Pflichtpraktika vorgesehen. Urlaub buchen sollten Studierende daher zum Beispiel erst, wenn Klausuren und andere Termine feststehen.
  • Zulassung, die: Oft kann man sich nicht direkt für einen Studiengang einschreiben. Stehen weniger Plätze zur Verfügung, als es Bewerber gibt, kommt es auch bei Masterstudiengängen zu einem Zulassungsverfahren.

sun/dpa



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Seite 1
kraneburg 28.09.2017
1.
Meiner Meinung nach hat das Schwarzebrett bei der Jobsuche ausgedient. Jobbörsen im Internet bieten Studenten durch eine große Auswahl und Vielfalt die bessere Hilfe. Jobsuchmaschinen sind da aus eigener Erfahrung die beste Hilfe, da diese das gesamte Internet nach geeigneten Stellenanzeigen durchsuchen. Ein Beispiel ist da Jobsuma (https://www.jobsuma.de/). Die Jobsuchmaschine ist speziell für Studenten.
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