Studentin finanziert ihr Leben mit Preisausschreiben Sie ist jung, sie braucht Geld

Reisen, Toaster, 12.000 Euro: Chloe Bingham gewinnt ständig irgendetwas. Preisausschreiben sind der Nebenjob der Studentin - jeden Tag verbringt sie zwei Stunden damit.

Chloe Bingham
South West News Service/BULLS

Chloe Bingham


Ihre Kommilitonen ackern als Kellner, Pizzabote oder Bühnenbauer, um sich ihr Studium leisten zu können. Chloe Bingham, Filmstudentin an der University of Glasgow, nimmt an Preisausschreiben teil. Sie tut das so oft, dass sie regelmäßig etwas gewinnt und sogar ihren Lebensunterhalt davon bestreiten kann.

Jeden Tag nach der Uni setzt sie sich zwei Stunden lang vor den Computer und durchforstet das Internet. "Es gibt unzählige Gewinnspiele, für die man nur ein Foto einsenden oder ein einfaches Rätsel lösen muss", sagt Chloe, die allein zwischen August und Dezember vergangenen Jahres 42 Preise absahnte: Was ihr gefiel, behielt sie - der Rest wurde verkauft.

Ihren größten Gewinn kassierte sie von einem Elektronikmarkt: umgerechnet 12.685 Euro, dazu einen Tablet-PC, eine Kaffeemaschine und einen Sandwichtoaster. Vor einigen Tagen sicherte sich Chloe bei einem Radiosender eine Reise für zwei Personen nach Hongkong, inklusive Flug, fünf Übernachtungen und Taschengeld im Gesamtwert von rund 4460 Euro.

Weil Freunde und Familie immerzu wissen wollen, wie man so oft gewinnt, unterhält Chloe inzwischen ein Blog, auf dem sie alle Preise auflistet und Gewinntipps gibt. "Es ist aber im Grunde ganz einfach", sagt sie, "du musst nur spielen, und zwar so oft wie möglich."

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insgesamt 19 Beiträge
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spanischerkiwi 26.07.2016
1. Naja...
Diese Art den Lebensunterhalt zu bestreiten lohnt sich für die Studentin zwar anscheinend , aber ich würde dafür nicht meine privaten Daten hunderten von Firmen preisgeben wollen. Irgendwann steht das Telefon dann vor lauter Werbung nicht mehr still und der Briefkasten ist im Extremfall jeden Tag überfüllt.
Marlena 26.07.2016
2.
Zitat von spanischerkiwiDiese Art den Lebensunterhalt zu bestreiten lohnt sich für die Studentin zwar anscheinend , aber ich würde dafür nicht meine privaten Daten hunderten von Firmen preisgeben wollen. Irgendwann steht das Telefon dann vor lauter Werbung nicht mehr still und der Briefkasten ist im Extremfall jeden Tag überfüllt.
Wie viele der jüngeren Menschen nutzen noch Festnetz selbst wenn Mobil erforderlich ist, Prepaid bekommt man schon mal im Angebot für 2,50€. Und Briefkasten den Müll aussortieren vielleicht 1 Minute...
silberwoelfin 26.07.2016
3. kenne jemanden
die das ähnlich handhabt. Nur ohne den Studiumaspekt. Funktioniert.
dukezonk 26.07.2016
4.
Funktioniert in der Tat. 2 Stunden täglich halte ich zwar für untertrieben, aber leben kann man davon trotzdem. Alleine 2010 habe ich so über 20 000€ verdienen können. Heute fehlt mir leider (Gottseidank) die Zeit.
spanischerkiwi 26.07.2016
5. @Marlena
In den genannten Punkten haben Sie natürlich recht, aber treiben wir es mal weiter: wie schnell könnte man mit den gemachten Angaben, dem Surf-/Klickverhalten und den beantworteten Fragen (z.B. in Meinungsumfragen mit Gewinnspiel) ein umfassendes Konsum- und Verhaltensbild einer Person erstellen? Möchte man wirklich so transparent sein? Ich könnte mir das nicht vorstellen.
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