Mensa in Freiburg Reste-Essen an der Uni Freiburg verboten

In Freiburg organisieren Studenten das sogenannte Bändern: Sie nehmen sich Essensreste von den Rückgabebändern der Mensa. Schluss damit, hat nun die Uni entschieden.

Mensa in Freiburg: Studenten mit "gebändertem" Essen
DPA

Mensa in Freiburg: Studenten mit "gebändertem" Essen


Das von Studenten organisierte Reste-Essen in der Mensa in Freiburg soll nach rund einem Jahr verboten werden. Bis Weihnachten werden in den Mensen der Universität über den Rückgabebändern für das Essen Abdeckungen gebaut, kündigte eine Sprecherin des Studierendenwerks Freiburg an. So solle verhindert werden, dass übrig gelassenes Mittagessen von den Bändern genommen und verzehrt wird.

Rund 40 Freiburger Studenten organisieren seit rund einem Jahr das sogenannte Bändern. Die Studenten essen das, was andere in der Mensa übrig lassen. Sie wollen damit nach eigenen Angaben ein Zeichen setzen gegen Lebensmittelverschwendung. Nicht verzehrte Speisen landen sonst im Müll. (Was hinter der Idee steckt, lesen Sie hier.)

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Ist Reste essen sinnvoll oder eklig?

Das Studentenwerk der Uni Freiburg baut über die Essensrückgabe in der Mensa eine Abdeckung. Es will verhindern, dass sich Studenten übrig gebliebenes Essen nehmen und es verspeisen. Ein richtiger Schritt für die Hygiene oder ein falsches Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung?

Die Mensen der badischen Universitätsstadt hatten das Bändern bislang weitgehend toleriert. Das Projekt ist laut Initiatoren das einzige dieser Größenordnung in Deutschland.

Als Grund für das nun geplante Verbot nannte die Sprecherin des Studierendenwerks juristische Fragen. Das Studierendenwerk als Betreiber der Freiburger Mensen stehe in der Verantwortung und hafte bei mangelnder Hygiene und möglichen Erkrankungen. Deshalb müsse es jetzt reagieren.

wal/dpa



insgesamt 213 Beiträge
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Seite 1
antjangor 29.11.2016
1. Mensa ist nicht gleich Studentenwerk
Mensen und Cafeterien sind den von der Uni rechtlich und organisatorisch unabhängigen Studentenwerken zugeordnet. Diese sind als Anstalten öffentlichen Rechts für BAföG-Verteilung, Wohnheimplätze und Essensversorgung oder Kulturleben der Studierenden zuständig und vieles andere mehr. Leider wird oft selbst von den Studierenden das mit der Uni gleichgesetzt - wie ignorant, obwohl die sogenannten "Semestergebühren" direkt an die StuWe zur Finanzierung dieser Aufgaben gehen, an denen übrigens die Studierenden ehrenamtlich mitbestimmen können in den Verwaltungsräten und dessen Ausschüssen! Im Falle des Artikels empfehle ich die Änderung der Überschrift, denn der Artikel beinhaltet ja tatsächlich die Benenung der Verantwortlichen. Danke!
SichtausChina 29.11.2016
2. Lachhaft
40 Leute essen kostenlos anstatt brav zu bezahlen, darum geht es den Betreibern. Wie soll denn das eben noch gute Essen ploetzlich schaedlich werden, sobald es auf einem Rollband steht?
mrotz 29.11.2016
3.
Es ist ja nicht im Topf liegen geblieben, sondern war zwischen Essensausgabe und Band bei einem mit allerhand Bakterien, Viren und Pilzen der davon genascht hat. Das dann immer wieder von unterschiedlichen Personen angekabberte essen ist die beste Möglichkeit sich irgendeine Krankheit einzufangen. Warum bleibts liegen? Weil die Leute a) zu wenig essen und b) zu wählerisch sind. Und wie viel bleibt insgesamt liegen? Recht wenig. Treibt Studentenarmut zum Bändern? Einen schnellen Teller gibts für 1,65 €. Nachschlag ist dann kostenlos. Ich konstatiere: Politisch Ideologische Müllidee, die wohl nur in Freiburg entstehen kann....
mrotz 29.11.2016
4.
Zitat von SichtausChina40 Leute essen kostenlos anstatt brav zu bezahlen, darum geht es den Betreibern. Wie soll denn das eben noch gute Essen ploetzlich schaedlich werden, sobald es auf einem Rollband steht?
Dazwischen war ein Bazillenverseuchtes Wesen, das daran genascht hat! Das Essen ist ja nicht im Topf liegen geblieben!
tgu 29.11.2016
5. Gut so!
Unschöne, alte, aber noch geniesbar Lebensmittel zu verarbeiten OK und auch gut so. Aber Essensrest, wo evt. jemand draufgenießt hat, oder irgendwelche andere Krankheitskeime unfreiwillig drauf verteilt hat, noch zum Essen "anzubieten", ne, das geht gar nicht, das ist unverantwortlich! Warum sprechen nicht die Studierenden über Alternativen? Unterschiedlich große Portionen z.B., so kann sich der Studierende die Portionsgröße auswählen, und sie dann auch ganz aufessen. Aber, funktioniert das auch auf dem Band? Unter den Studierenden gibt es doch bestimmt ein paar schlaue die an einer Lösung im Rahmen irgendeiner Diplom oder Doktor-Arbeit dran arbeiten können!
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