Uni-Chefs erzählen "Trumps Einfluss auf unsere Freiheit ist begrenzt"

Festnahmen in der Türkei, Proteste in Ungarn, Trump in den USA: Forscher sorgen sich in vielen Ländern um ihre akademische Freiheit. Doch wie sehen das die Chefs der Hochschulen? Hier erzählen zehn aus aller Welt.

[M]SPIEGEL ONLINE

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Weltweit scheinen für die Forschung schwere Zeiten angebrochen zu sein: Nicht erst mit Donald Trumps Ankündigung, aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen, wächst in den USA die Sorge um die politische Wertschätzung und Unterstützung für wissenschaftliche Errungenschaften.

Die türkische Regierung hat seit dem Putschversuch im vergangenen Juli zahlreiche Wissenschaftler entlassen, festgenommen oder an der Ausreise gehindert. Und in Ungarn versucht die Regierung unter weltweiten Protesten, die angesehene Central European University loszuwerden.

Zehntausende gingen im April in den USA und in vielen anderen Ländern auf die Straße, um Freiheit für die Wissenschaft einzufordern. Doch wie sehen das eigentlich die Chefs der Hochschulen selbst?

Bis diesen Freitag treffen sich in Hamburg rund 50 Rektoren und Präsidenten internationaler Hochschulen. Auf Einladung der Hochschulrektorenkonferenz, der Körber-Stiftung und der Universität Hamburg diskutieren sie dort über die Zukunft der Hochschulbildung.

Der SPIEGEL hat zehn von ihnen gefragt, ob sie die akademische Freiheit an ihrer Hochschule in Gefahr sehen, was sie anders machen würden, wenn sie noch mal studieren könnten - und welchen Buchtipp sie Studenten geben.

Ein Fazit: Meist sind es finanzielle Zwänge, durch die akademische Freiheit unter Druck gerät.

Klicken Sie sich durch die Fotostrecke, um Antworten aus Ägypten, Ghana, Taiwan oder Russland zu lesen:

insgesamt 6 Beiträge
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separatist 09.06.2017
1.
Die größte Bedrohung der akademischen Freiheit in den USA sind die linken Spinner, die sich dort an den Universitäten tummeln. Weite Teile der Sozial- und Geisteswissenschaften sind durch diese schon völlig ruiniert.
Andro 09.06.2017
2. Aus Erfahrung kommt es auch eine komische Korruption bei den Professoren vor
Kann aus eigener Erfahrung berichten, dass an den deutschen UNIs Professoren gibt, die sich mit den korrupten Kreisen aus den Sicherheitsbehörden völlig koppeln und ihre Aufträge an den Dozierenden und Studierenden uasführen. Diese sind immer ethnisch getrieben und es gibt nur zwei Ethinien in Deutschland, die sich an den UNIs wie in einer Festung-Unterschlupg halten und den anderen schaden. Dafür gibt es Professoren, die sich völlig unabhängig führen und nur auf die Prinzipien der Freiheit hören. Dazu gibt es Gruppen von Dozierenden, die homo- gerpägt sind. Diese agieren in der Regel absolut menschlich und achten auf Freiheit und Individualität, aber manche Gruppen werden agressive zu Studierenden, treffen Wettbewerskamf mit den nicht homo Studenten aus ihrer sicherer und vorherschender Position ein, stellen sich zum Diensten der korrupten Sicherheitsbeamten und führen es immer bis zu exmatrikulatin der Opfer. Diese sind wirklich komisch, haben aber immer einen größeren Schtz-Mentoren aus "größeren" Professoren und offensichtlich dann auch einen aus den korrupten Beramten. Von solchen Grupen gibt es nur wenig, dafür sind diese sehr giftig und demonstrieren eigentlich aktive Menschenhass und Neid. Sie sind Eckel und für die Opfer werden diese zur Hölle. Der Bild, das die deutsche Professura abgibt ist eher eine unfreie ansammlung von Rassisten und entfesselten niedrigeren Menschen die Totalität beamen, aber mit einer deutlichen Anteil klassen und freien Menschen, die noch weniger erfolgreich dagegen wirken.
jojack 09.06.2017
3. Eher das gegenteilige Problem
Der Einfluß konservativer Kräfte auf das US-Hochschulwesen ist vernachlässigbar. Eher schon leiden die Universitäten unter Exzessen linker politischer Korrektheit, die hierzulande noch weitgehend unbekannt sind oder nicht ernst genommen werden. Stichworte sind: "safe spaces" (aber nur für Minderheiten, denen ein kollektiver Opferstatus zuerkannt wird), "affirmative action", "trigger warnings" und "Mikroagressionen". Letztere nehmen immer absurdere Züge an. Weiße Studenten mit Dreadlocks müssen sich von selbsternannten "social justice warriors" vorhalten lassen, die schwarze Kultur zu vereinnahmen. Es war auch die Wut über dieses anmaßende Verhalten linker "Aktivisten", das zur Wahl Trumps geführt hat. Wenn linke Politiker aufhören, Fortschritt mit Gängelei zu verwechseln, wird auch die Begeisterung für polarisierende Figuren wir Trump wieder nachlassen.
latrodectus67 09.06.2017
4. Wo das Lachen davonrennt
Man kann sich ja mal in college.usatoday.com "Jerry Seinfeld says comedians avoid college gigs, students are 'so PC'" durchlesen. Ich find es schon drollig wenn Professoren von Freiheit sprechen während Komiker keine Veranstaltungen an Uni's mehr machen wollen, weil es dort kein Publikum mehr für sie gibt. Was wohl George Carlin dazu gesagt hätte .... egal ... der würde wahrscheinlich ausgebuht und mit Hörnern zum Schweigen gebrachte werden.
knok 09.06.2017
5. @separatist
Vielleicht nicht die größte, aber sicher eine Bedrohung, da gebe ich Ihnen Recht. Nur hat das ganze wenig bis gar nichts mit einer linken politischen Haltung zu tun, als viel mehr mit Geltungssucht einer winzigen Minderheit, die dann Pseudowissenschaftliches verbreitet. Dass das in Teilen von Linken und Grünen aufgenommen wird, ist traurig, zeigt aber mal wieder wie erfolgreich leider die sind, die am lautesten schreien. Ein Problem, welches nicht bzw kaum zur Sprache gekommen ist im Bericht, ist denke ich das Problem von auch internen Macht- und Geldstrukturen, Stichwort Korruption, die das System - gerade für die Studierenden - schwächt. Das ist ein weltweit weit verbreitetes Problem, sogar in Europa.
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