Miete, Bioessen, Reisen Wovon Studenten leben - und wofür sie ihr Geld ausgeben

Taxi fahren, Bafög oder eigene Wohnung: Hier erzählen Studenten, woher sie jeden Monat ihr Geld bekommen, wie es sich davon leben lässt - und woran sie am meisten sparen.

Studentin Marie in Hamburg
Joy Kroeger

Studentin Marie in Hamburg

Von Lorina Ostheim und Joy Kröger (Fotos)


Das Semester geht los und damit wieder die Frage: Wie soll man Miete, Bücher oder die nächste Reise bezahlen?

Durchschnittlich 918 Euro haben Studierende in Deutschland im Monat zur Verfügung, heißt es in der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Demnach geht das meiste Geld davon für die Warmmiete drauf (im Schnitt 323 Euro), gefolgt von 168 Euro für Lebensmittel.

Viele jobben neben dem Studium, da sie sich "etwas mehr leisten" möchten oder sich (mehr) "Unabhängigkeit von den Eltern" wünschen. Laut der Umfrage arbeiten 70 Prozent der weiblichen und 66 Prozent der männlichen Studierenden.

Wir haben Studierende in Hamburg gefragt, wie ihr Lebensstandard aussieht. Lesen Sie hier, wie viel Geld sie pro Monat zur Verfügung haben, woher es kommt, wofür sie es ausgeben, worauf sie sparen oder wovon sie träumen:

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Studenten über ihr Geld: "Meine Wochenenden sind kontrollierter"
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weroc 22.10.2018
1. Luxusproblem
Die meisten der hier gezeigten Studenten haben verdammt viel Geld zur Verfügung und wissen nur nicht wie man damit umgehen soll. Ich habe zusammen mit meiner Freundin und für unsere Tochter knappe 1500? zur Verfügung. Ich achte dennoch auf Qualität beim Essen und wir können es uns auch mal leisten wegzugehen. Dass hier aber einige schon so halb darüber jammern, dass sie nicht in den Urlaub können, ist einfach nur ein Luxusproblem.
threonin 22.10.2018
2. Verzerrtes Bild
Ich finde es auch ziemlich heftig, wie viel Geld hier zur Verfügung steht. Bei mir und vielen meiner Kommilitonen sieht das anders aus, besonders repräsentativ ist die Befragung ja aber bestimmt sowieso nicht :) Vor allem wenn man sich mal den Altersschnitt anschaut, Ende 20 ist für einen Studenten schon sehr alt, das sind in den Naturwissenschaften eigentlich nur die Doktoranden, und die bekommen ja ein Gehalt.
bastikong 22.10.2018
3. Nicht repräsentativ...
"Im Durchschnitt leben Studenten von 900 € im Monat" Aber alle hier vorgestellten Studenten/innen haben z.T. deutlich mehr als 900 € zur Verfügung. Was ist mit der hälfte aller studierenden die weniger als 900 € zur Verfügung haben? Der Beitrag erweckt den Eindruck das viele Studenten Luxusprobleme haben und gibt kein reales Bild wieder. Wenn ich an meine Zeit an der Uni zurückblicke, dann habe ich teils prekäre Lebensverhältnisse vor den Augen: Viele Haben keine "reichen" Eltern die Sie finanziell unterstützen können und Nebenjobs in Unistädten sind rar oder sie werden unter Mindestlohn ausgebeutet (zu meiner Zeit in Greifswald 2004-2009 gab´s bei einer Burgerbude 4,53€ Stundenlohn). Einer meider Kommilitonen musste aus Mülltonnen Essen klauen... Und einige mussten ihr Studium abbrechen weil sie sich ein Studium einfach nicht leisten konnten... Bildung bleibt eben vor allen ein Privilleg der sozial bessergestellten...
furril 22.10.2018
4. Scherz?
Was sind denn das für Ansprüche? Wo steht denn geschrieben, dass ein Student in der Innenstadt leben und die lediglich die erlesensten Bio-Speisen konsumieren sollte? Sich Reisen nach Norwegen leisten können muss? Ich hatte 600 € im Monat zur Verfügung, damals waren es noch 300 € Warmmiete. Ich hatte NIE Geldprobleme! Essen aus dem Supermarkt und für den Spaß gab es Hauspartys, bei denen je 4 Personen einen Kasten Öttinger mitgebracht haben. So ging es allen um mich herum! Also wirklich...
tpro 22.10.2018
5.
Zitat von werocDie meisten der hier gezeigten Studenten haben verdammt viel Geld zur Verfügung und wissen nur nicht wie man damit umgehen soll. Ich habe zusammen mit meiner Freundin und für unsere Tochter knappe 1500? zur Verfügung. Ich achte dennoch auf Qualität beim Essen und wir können es uns auch mal leisten wegzugehen. Dass hier aber einige schon so halb darüber jammern, dass sie nicht in den Urlaub können, ist einfach nur ein Luxusproblem.
Ja, das ist jammern auf einem sehr hohen Niveau. Und Flugreise nach Südafrika? Auch erstaunlich, wieviel Geld von Eltern monatlich ans Töchterchen überwiesen wird. Erstaunlich auch, die Denkweise zwischen denen, die schon in einem Beruf gearbeitet haben und denen, die bisher nur Sohn/Tochter von Beruf waren. Die erste Gruppe ist deutlich erwachsener und realistischer.
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