Geschlechterumfrage Männer studieren Fächer mit Genie-Faktor

Mathematik ist Männersache, Psychologie etwas für Frauen? Was wie ein Klischee klingt, ist an Unis Realität. Eine Umfrage zeigt: Es könnte am Geniekult der Studienrichtungen liegen.

Welt-Genie und Mann: Der Physiker Albert Einstein im April 1955
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Welt-Genie und Mann: Der Physiker Albert Einstein im April 1955


Warum werden manche Fächer fast nur von Männern studiert und andere von Frauen?

Für eine Studie, deren Ergebnisse jetzt in der Zeitschrift "Science" veröffentlicht wurden, befragten Wissenschaftler um die amerikanische Philosophin Sarah-Jane Leslie 1820 Studenten, Doktoranden und Professoren aus 30 verschiedenen Fachrichtungen. Die Forscher wollten von ihren Probanden unter anderem wissen, in welchen Fächern sie die meisten Genies, also weit überdurchschnittlich intelligente und talentierte Menschen, erwarten.

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    Diese Frauen lenken Konzerne, Bundesländer oder haben es im Fernseh- oder Showgeschäft weit gebracht. Einige zeichnen sich durch krumme Lebensläufe aus, gleich zwei waren Kindermädchen, ehe sie reich und berühmt wurden. Wissen Sie, wer? mehr...
Das Ergebnis: Es wurden mit Physik, Mathematik und Philosophie ausgerechnet jene Fächer am häufigsten genannt, in denen auch der Anteil der studierenden und promovierenden Männer überdurchschnittlich hoch ist.

Die Theorie der Forscher: Frauen sind eher bescheiden und lassen sich vom Genie-Kult und den großen Namen, die es zum Beispiel in der Philosophie gibt, abschrecken - Männer überschätzen sich gern mal und neigen dazu, sich selbst neben Nietzsche oder Kant zu sehen. Die Ergebnisse belegten also wieder einmal, dass geniale Fähigkeiten immer noch eher mit Männern assoziiert würden, folgern die Autoren.

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insgesamt 112 Beiträge
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Seite 1
Layer_8 01.04.2015
1. Genies
kann es ja objektiv nur in den genannten Fächern geben. Alle anderen "Genies" sind doch subjektiv hochgehyped worden. :D
kaisergarten 01.04.2015
2. Quatsch...
... unzulässige Schlussfolgerung basierend auf nichts.
nihi.list 01.04.2015
3. Erleichterung und Hoffnung
Solange die Befragten die meisten Genies nicht bei Gender- und Sozialwissenschaften vermuten, gibt es für die Menscheit ja doch noch Hoffnung. Dennoch wieder einmal eine überflüssige und sinnlose Studie mit einer völlig blödsinnigen Schlußfolgerung.
dlmb 01.04.2015
4. Der jährliche April-Scherz?
Die Erklärungsversuche werden immer alberner und die Ausrichtung der Fragestellung auf das erhoffte Ergebnis immer offensichtlicher.
Paul Panda 01.04.2015
5. Nee, is' klar!
Ich muss diesmal zum Klischeesatz "Nee, is klar!" greifen, um meinem Ärger Luft zu machen: Für die Vertreter des Gender-Schwachsinns ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern ja nur anerzogen - doch wenn die Fakten einmal dagegen sprechen, machen sie gerne schon mal eine Ausnahme: Die schlechten Eigenschaften der Männer, wie zum Beispiel Unbescheidenheit, die sind natürlich schon angeboren. Nicht nur lächerlich, sondern extrem männerverachtend!
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