Globalisierung Arbeitskampf auf Akademisch

An den Hochschulen hinterlässt die Globalisierung ihre Spuren. In Kassel zum Beispiel bereitet die Universität Masterstudenten auf Arbeitskämpfe vor, die sich künftig auch weltweit abspielen.


Die rasante Veränderung der Arbeitswelt schlägt sich in neuen Studienangeboten nieder. In den USA gilt beispielsweise das Fach "service sciences", also die Lehre von den Dienstleistungen, als Trenddisziplin. Wie die "New York Times" berichtete, lassen mittlerweile mehrere Dutzend Universitäten, darunter Berkeley und Stanford, auf dem zukunftsträchtigen Feld forschen. So wird beispielsweise untersucht, wie sich technische Neuerungen oder Führungstheorien systematisch einsetzen lassen, um Dienstleistungen im Transport- und Gesundheitswesen oder im Einzelhandel zu verbessern.

Experten sagen, dass die Wissenschaft den Dienst am Kunden, der in den USA mittlerweile über zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung ausmacht, bislang sträflich vernachlässigt habe. Auf sich ändernde Rahmenbedingungen wollen auch Gewerkschaften ihre Funktionäre vorbereiten. Die Universität Kassel hat einen einjährigen internationalen Masterstudiengang "Labour Policies and Globalisation" eingerichtet. An dem Programm sollen künftig auch Hochschulen aus Brasilien und Südafrika teilnehmen. Derzeit werden 22 Nachwuchsaktivisten aus 19 Ländern auf künftige globale Arbeitskämpfe vorbereitet.

www.global-labour-university.de



© UniSPIEGEL 3/2006
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