SPIEGEL-Gespräch im Livestream Kann Deutschland keine Großprojekte mehr, Herr Mehdorn?

BER-Chaos, Stuttgart-21-Chaos, Elbphilharmonie-Chaos: Warum geht bei Großprojekten in Deutschland so viel schief? Darüber sprechen Hartmut Mehdorn, Chef des Berliner Großflughafens, und SPIEGEL-Redakteur Frank Hornig - jetzt im Livestream.


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sitiwati 15.01.2014
1. was gibts
da zu reden-jährlich gehen 40.000.000.000€ wegen Beamtenmisswirtschaft den Bach runter, da sind BER-S21 nur Peanuts-wichtig ist, dass die Kohle stimmt-als Herr M die Bahn übernahm, um sie zugrunde zu richten hat er erst mal sein Gehalt und das seines Vorstandes verdreifacht!
emporda 15.01.2014
2. Der Grund liegt im deutschen System
Nach Planung und Controlling diverser Projekt ein traurige Facit 1) Wer aus dem Gewerbe bei der Industrie in Planung und Umsetzun von Projekten zur 2.ten oder 3.ten Wahl degradiert wird, der rettet sich vielfach in einen Behördenjob. Da spielt Können keine große Rolle, Hauptsahe Mund halten und jeden widersinnigen Scheiß mitmachten, dann ist die Pension kaum zu vermeiden. Wenn bei Krankenhaus OP-Räumen eine keimfreie klimatisierte Toilette gefordert wird oder die Dunkelkammer als Arbeitsplatz unbedingt ein Fenster haben muss, dann hat man täglich mit solchen Nulpen zu tun 2) Die HOAI-Vergabe sichert dem Auftragnehmer die Kosten nicht enthaltener Leistung zu. Folglich kann in der Ausschreibung jeder Mist stehen, jede Technologie die schon vor 30 Jahren aussortiert wurde, jede widersinnige Furzidee, das setzen die Firmenanwälte später in viel Geld um. Hauptsache man hat erst einmal den Auftrag und hat schwammig gewisse Bedenken geltend gemacht. 3) Auf zi Bauämtern quer durch die Republik war Freitags nach 11:00 niemand mehr anzutreffen, die Herren waren auf Baustellenbesuch. Peinlich nur, wenn die Baustelle besucht wurde, für die ich der Ansprechpartner war. Real habe die Herren sich jede Woche irgendwo ein schlauen Lenz gemacht.
12badmonkeys 15.01.2014
3. Schon erstaunlich... und was das kostet!
Schon erstaunlich, dass die das Projektmanagement nicht mehr ordentlich behrrschen. Dabei haben wir sogar so spezielle Sachen wie Organisationspsychologie im Angebot. Und da gibt´s auch eine Menge Professoren dafür. Und was das kostet diese Nacharbeit!
hamlet_2002 15.01.2014
4. Kann einem leid tum
Herr Mehdorn hat in seiner Darstellung einfach recht. Solche Projekte sind in vielfacher Weise einfach zu komplex und werden dann an einzelne Personen verknüpft, die oftmals nicht Schuld an Verzögerungen sind. Dennoch gilt es zu bedenken, dass hier Unmengen an Steuergeldern verschwendet werden. Ein Ansatz wäre, wie beim Bauprojekt der Sanierung der A40, den Erfolg an die Lieferanten weiterzugeben. Hier wurden die Baukosten am Ende eingehalten.
Gerdd 15.01.2014
5. Keine Panik!
Der Herr Mehdorn kann ja auch nicht überall dabei sein. Irgendetwas wird dann vielleicht doch mal fertig ... Nein, mal ernsthaft: Seit in Sydney das Opernhaus fertig wurde, ist kaum noch ein Großprojekt ohne Zeit- und Kosten-Überschreitung mehr fertiggeworden. Man kann ja auch nur noch Kosten nach dem Geldwert des Planungsabschlusses schätzen - 20 Jahre später, bei Fertigstellung, ist der Dollar (oder welches Geld auch immer) ja höchstens noch die Hälfte wert. Und die Bauverzögerungen wegen öffentlicher Protestkultur kann auch keiner mehr einplanen. Mal abgesehen, daß dadurch ja kaum noch die Reparatur eines Schlagloches korrekt geplant werden kann. Gebt den Leuten doch mal 'ne Chance!
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