Hochschulrektorenkonferenz Alt wird neuer Sprecher der Hochschulen

Ein neuer Chef für die Hochschulrektorenkonferenz: Peter-André Alt, bisher Präsident der FU Berlin, wechselt an die Spitze der HRK. Konkurrierende Kandidaten muss er nicht fürchten - es gibt sie nicht.

Noch-FU-Präsident Peter-André Alt
Bernd Wannenmacher

Noch-FU-Präsident Peter-André Alt


Die FU Berlin muss sich einen neuen Universitätspräsidenten suchen. Den bisherigen Chef zieht es in die Hochschulpolitik: Peter-André Alt kandidiert im April 2018 als nächster Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). "Er ist der einzige Kandidat für das Amt", bestätigte eine HRK-Sprecherin auf SPIEGEL-Anfrage.

Der Literaturwissenschaftler und Kafka-Spezialist Peter-André Alt leitet die Freie Universität Berlin seit 2010. Der Regierende Bürgermeister und Berliner Wissenschaftssenator Michael Müller erklärte, er hätte Alt "gerne noch viel länger im Dienste unserer Stadt gewusst", denn der bisherige FU-Präsident habe sich "um den gesamten Wissenschaftsstandort Berlin sehr verdient gemacht".

In Alts Amtszeit wurde die FU im Rahmen der Exzellenzinitiative in ihrem Status als Elite-Uni bestätigt, mehrere Graduiertenschulen und Exzellenzcluster sorgten für eine millionenschwere Förderung durch Bund und Länder. Alt trieb auch die Zusammenarbeit mit den anderen Berliner Universitäten voran.

Bei der HRK soll Peter-André Alt den bisherigen Chef Horst Hippler ablösen. Nachdem es bei der HRK-Präsidentenwahl 2015 zu einem Machtkampf um das Präsidentenamt gekommen war, hatten die Hochschulrektoren jetzt erstmals eine Findungskommission eingesetzt. Die entschied sich nun für Peter-André Alt als einzigen Kandidaten. Weitere Bewerber um das Amt könnten erst dann wieder ins Spiel kommen, wenn Alt in vier Wahlgängen durchfällt - was niemand erwartet.

Die HRK vertritt 268 staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen. Sie bezeichnet sich selbst als "Stimme der Hochschulen", war jedoch in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert worden - weil sich Untergruppen gebildet hatten, die wenig gemeinsame Interessen vertraten. Eine der wesentlichen Aufgaben des neue Präsidenten dürfte es deshalb sein, den Hochschulen als Ganzes wieder mehr Gewicht in der politischen Diskussion zu verleihen.

him



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