VGH-Entscheidung Koch-Mehrin bekommt ihren Doktor nicht zurück

Baden-Württembergs Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin muss auf ihren Doktorgrad verzichten. Ihre Beschwerde wegen formaler Verfahrensfehler beim Entzug seien nicht gerechtfertigt.

Politikerin Koch-Mehrin: Der VGH hat keine Zweifel am Urteil der Vorinstanz
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Politikerin Koch-Mehrin: Der VGH hat keine Zweifel am Urteil der Vorinstanz


Mannheim - Die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin bekommt ihren Doktortitel nicht zurück. Mehr als zwei Jahre nach Entzug des akademischen Grades wies der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) die Berufung der Politikerin gegen ein Urteil der Vorinstanz zurück (Aktenzeichen: 9 S 885/13).

Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe aus dem März 2012 hatte die Universität Heidelberg Koch-Mehrin den Titel zu Recht aberkannt. Die Richter hatten die Klage der Politikerin gegen die Aberkennung abgewiesen (Aktenzeichen: 7 K 3335/11). Daraufhin hatte Koch-Mehrin beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim Berufung einlegt. Diese wurde nun abgelehnt.

In dem Verfahren ging es um die Frage, ob der Verwaltungsakt der Aberkennung an der Universität korrekt verlaufen ist. Die Arbeit selbst war für die Entscheidung der Verwaltungsrichter nicht relevant und auch nicht Ziel der Beschwerde von Koch-Mehrins Anwälten. Keine der angeführten Rügen gegen die Zusammensetzung des Promotionsausschusses ihrer Anwälte habe "ernstliche Zweifel" an der Richtigkeit des Urteils der Vorinstanz begründet, teilte der Verwaltungsgerichtshof am Freitag mit.

Der Promotionsausschuss der philosophischen Fakultät in Heidelberg hatte Koch-Mehrin den Doktorgrad im Sommer 2011 wegen Abschreibens ohne Quellennennung entzogen. Ihre Doktorarbeit "Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik" enthielt mehre Passagen samt Fußnoten aus fremden Texten. Diese wurden nahezu wortgleich übernommen, ohne dies kenntlich zu machen.

Der Beschluss ist nicht anfechtbar, teilte das Gericht mit. Koch-Mehrins Anwalt Christian Birnbaum teilte SPIEGEL ONLINE mit, er gehe davon aus, dass "das Verfahren damit seinen Abschluss gefunden hat".

jon/cht/dpa

Forum - Diskussion über diesen Artikel
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optional_muenchen 07.02.2014
1. Fremdschäm...
Zitat von sysoppicture alliance / dpaBaden-Württembergs Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin muss auf ihren Doktorgrad verzichten. Ihre Beschwerde wegen formaler Verfahrensfehler beim Entzug seien nicht gerechtfertigt. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/koch-mehrin-scheitert-mit-vgh-beschwerde-gegen-doktor-entzug-a-952113.html
da wirst Du geistigen Diebstahls überführt und hat immer noch die Chuzpe, auf angeblichen Verfahrensfehlern herumzureiten. Es fehlen einem die Worte...
sidv 07.02.2014
2.
Wie will sie denn Rechtsmittel einlegen, wenn der Beschluss unanfechtbar ist?
optional_muenchen 07.02.2014
3. Fremdschäm...
Zitat von sysoppicture alliance / dpaBaden-Württembergs Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin muss auf ihren Doktorgrad verzichten. Ihre Beschwerde wegen formaler Verfahrensfehler beim Entzug seien nicht gerechtfertigt. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/koch-mehrin-scheitert-mit-vgh-beschwerde-gegen-doktor-entzug-a-952113.html
da wirst Du geistigen Diebstahls überführt und hast immer noch die Chuzpe, auf angeblichen Verfahrensfehlern herumzureiten. Es fehlen einem die Worte...
gesell7890 07.02.2014
4. Dann kann sie doch
auch Botschafterin im Vatikan werden und Deutschland würdig vertreten. Schavan schafft das bestimmt nicht alleine!
rainer_daeschler 07.02.2014
5. Bärendienst
Zitat von optional_muenchenda wirst Du geistigen Diebstahls überführt und hat immer noch die Chuzpe, auf angeblichen Verfahrensfehlern herumzureiten. Es fehlen einem die Worte...
Es ist ihr gutes Recht das zu tun. Ob sie dabei gut beraten war, ist eine andere Frage. Wie der Artikel richtig darstellt, wird nur die Korrektheit des Verfahrens geprüft. Wäre es zu bemängeln gewesen, die selbe Fakultät würde aus den selben Gründen einen neuen Entscheid fällen. Erreicht hat sie damit nur, dass der Plagiatsfall Koch-Mehrin noch länger in Erinnerung bleibt. Damit hat sie sich einen Bärendienst erwiesen.
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