Quiz zum Medizinertest Lasst mich durch, ich werd Arzt

Für Tausende junge Menschen wird dieser Samstag kein Vergnügen: Sie machen den sechs Stunden langen Medizinertest. Wie gut ist Ihr medizinisches Wissen? Prüfen Sie es mit echten Übungsfragen.

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Für ganz Eilige: Direkt zu unserem Medizinertest!

62.000 Studienbewerber, 11.000 Plätze: Es ist nicht einfach, einen Studienplatz in Medizin zu bekommen. Deswegen wird gesiebt. Wer einen der begehrten Plätze will, muss ein Top-Abitur vorweisen, lange warten oder Zusatzqualifikationen vorweisen - und dazu gehört auch der Medizinertest.

Die Teilnahme ist zwar freiwillig, verbessert aber an zahlreichen Fakultäten die Chance auf eine Zusage enorm. Deswegen finden sich einmal im Jahr Tausende Bewerber in deutschen Mehrzweckhallen ein, um dort einen Tag lang ihr medizinisches Vorwissen und ihre Eignung fürs Studium zu beweisen. An insgesamt 46 Orten im ganzen Land, von Castrop-Rauxel über Pforzheim bis Wolfenbüttel, wird an diesem Samstag geprüft.

Der Test ist kein Zuckerschlecken: 96 Aufgaben lösen die Prüflinge in dreieinhalb Stunden am Vormittag. (15 Probeaufgaben aus vier Prüfungsbereichen finden Sie hier). Am Nachmittag folgen zweieinhalb Stunden lang Tests zu Merkfähigkeit und Textverständnis. Wer durchfällt, darf nicht noch einmal antreten.

Den Test gibt es schon seit 40 Jahren, mit dem jüngsten Verfassungsgerichtsurteil zur Medizinerzulassung könnte er in Zukunft noch wichtiger werden. Entwickelt hat ihn die Bonner Beratungsfirma ITB-Consulting, die für die Teilnahme von jedem Prüfling 73 Euro bekommt. Außerdem können Bewerber gegen extra Geld bei ITB einen Probedurchlauf absolvieren - die 15 Fragen in unserem Quiz sind diesem entnommen.

Würden Sie diesen Testmarathon bestehen? Probieren Sie es aus, hier geht es zu unseren 15 Fragen aus dem Medizinertest!

mamk



insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
sponjo 05.05.2018
1. Ich hab den vor 30 Jahren...
.... auch gemacht. Jetzt bin ich seit 22 Jahren Arzt und finde die Aussagefähigkeit für die Qualifikation zum Medizinstudium immer noch genauso katastrophal wie damals. Und mit dem was ein Patient später von einem Arzt braucht hat es nun absolut gar nichts zu tun.
oisndoivnpsdv 05.05.2018
2. Schon wieder ein Deppenapostroph
Ihre Praktikantenanwärter lernen es wohl nie. Ich werd' ist ein Deppenapostroph. Kein Auslassungszeichen beim Wegfall des Schluss-e von Verben. Duden, Apostrophregel 13.2.
bombobabier 05.05.2018
3. Niederträchtig!
Was für ein hanebüchener Unsinn! Diese Fragen sind entweder für ein Medizinstudium völlig irrelevant oder sie fragen Wissen ab, das erst im Medizinstudium erworben werden soll! Dann sollte man konsequenterweise die Studiendauer für erfolgreiche Absolventen des Nonsenstest verkürzen. Aber der Zufall und Glück dürften sowieso die größte Rolle bei der Lösung spielen. Dieser Staat sollte sich wirklich dafür schämen, wie er das Medizinistudium ruiniert hat. Wir verlagern die Ausbildungskosten für unsere Ärzte ins Ausland, dem wir sie dann abwerben - zumindest jenen Ländern, in denen schlechter bezahlt wird als bei uns. Die erforderliche Nachqualifikation ist beträchtlich billiger als ein komplettes Studium in Deutschland.
Zaunsfeld 05.05.2018
4.
Zitat von sponjo.... auch gemacht. Jetzt bin ich seit 22 Jahren Arzt und finde die Aussagefähigkeit für die Qualifikation zum Medizinstudium immer noch genauso katastrophal wie damals. Und mit dem was ein Patient später von einem Arzt braucht hat es nun absolut gar nichts zu tun.
Im Grunde ist das nur eine Art Intelligenztest. Ob es sinnvoll ist, einen Intelligenztest zu benutzen, um jemanden für ein Medizinstudium auszuwählen, ist eine andere Frage. Sicher wird jemand mit einer höheren Intelligenz tendenziell eher auch das teure Studium schaffen als jemand, der nicht mal 1 und 1 zusammen zählen kann. Nur ob er danach auch ein guter Arzt wäre, lässt sich sicher anhand dieses Tests absolut nicht voraussagen.
Sibylle1969 05.05.2018
5.
Ich habe 1989 den Mediziner-Test mitgemacht, mehr so aus Spaß, Medizin wollte ich nicht wirklich studieren. Meine Freundin wollte Zahnmedizin studieren und bereitete sich daher intensiv auf den Test vor. In ihrem Vorbereitungsbuch habe ich mir nur angeschaut, was für Aufgaben kommen können, habe aber nicht weiter geübt. Meine Freundin hatte am Ende ein Ergebnis von über 120, während ich 102 hatte (100 war dabei das Durchschnittsergebnis, bestmögliches Ergebnis war 130). Für einen Studienplatz in Humanmedizin hätte das für mich gereicht, dank Abischnitt von 1,1. Bei meiner Freundin reichte das gute Testergebnis zusammen mit einem Abischnitt von 1,9 für den Studienplatz, während ein Mitschüler mit Abischnitt 2,0 leer ausging, an sein Meditest-Ergebnis kann ich mich nicht mehr erinnern. Interessant war für mich die Erkenntnis, dass ich trotz keinerlei Vorbereitung dennoch ein leicht überdurchschnittliches Ergebnis erreicht habe.
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