Technische Fehler 85-Millionen-Euro-Neubau der TU München muss geschlossen werden

Im neuen Forschungsgebäude der Technischen Uni München ist das Lüftungssystem fehlerhaft. Bis Mitte Mai bleibt der Neubau geschlossen - und Dutzende Mitarbeiter sind von ihrer eigentlichen Arbeit befreit.

Katalysezentrum der TU München
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Katalysezentrum der TU München


Vor knapp zwei Jahren wurde es eröffnet: das Katalysezentrum der Technischen Universität München. Das Forschungsgebäude kostete 85 Millionen Euro. Schon bei dessen Bau hatte es zahlreiche Probleme gegeben: Böden waren offenbar fehlerhaft verlegt worden, Fenster mussten ausgetauscht werden, eine Entsalzungsanlage hatte ein Leck.

Nun musste das Gebäude ganz geschlossen werden, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. "Das Katalysezentrum wurde am 5. März geschlossen und bleibt es voraussichtlich auch bis mindestens Mitte Mai", bestätigte ein Sprecher der TU München dem SPIEGEL. Es gebe Probleme in der Lüftungs- und Steuerungstechnik. Außerdem müsste vermutlich die Steuerung der Brandschutzklappen ausgetauscht werden, weil sie fehlerhaft sei.

Von der Schließung des Gebäudes sind 250 Mitarbeiter betroffen. "Etwa 150 können in der benachbarten Chemie-Fakultät arbeiten, 100 Personen können nicht ausweichen. Sie sind von der Präsenzpflicht befreit", sagte der Sprecher. Das solle aber niemand als Urlaub auffassen. "Sie sind dazu angehalten, sich theoretisch weiterzubilden, Veröffentlichungen vorzubereiten, also zu lesen und auch ihre Seminare und Skripte dazu zu überarbeiten - viele von ihnen würden Lehre anbieten", sagte der Sprecher.

Vom Kultusministerium heißt es, die TU München arbeite an einer Lösung und werde dabei vom Staatlichen Bauamt München begleitet.

kha

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insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
lafari 16.03.2018
1.
Fehler passieren. Immer wieder.
citi2010 16.03.2018
2.
Diese zunehmenden Probleme muss man ganz klar bestimmten Vergaberichtlinien, insbesondere auch im Rahmen der EU, zuschreiben. Wenn ich immer nur den billigsten Anbieter nehme wird das so enden.
-su- 16.03.2018
3.
Das kann doch nicht sein. In Bayern werden keine Fehler gemacht.
tommyblux 16.03.2018
4.
TU-Präsident Herrmann hat seinem Kumpel Dr. Dimitrios Mihalios den Job als Geschäftsführers des Katalysezentrums gegeben: Bayerische Vetternwirtschaft vom Feinsten! Was Berlin mit seinem Flughafen "kann", "kann" Bayern mindestens genauso gut.
grommeck 16.03.2018
5. Der nächste Pfusch!
Aufträge gingen an Seilschaften aus Politik und Wirtschaft. Überall das gleiche Dilemma mit Korruption und Unfähigkeit. Dieses Land braucht einen Schnitt in der Politik und diese Ostzonenregierung gehört auf den Müll der Geschichte.
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