Vornamen Professoren heißen Hans, Klaus oder Peter

Von den rund 62.000 deutschen Professoren heißen mehr als 2100 Hans. Dahinter folgen Klaus und Peter. Auch bei Professorinnen gibt es einen Namen, der besonders häufig vorkommt.

Ein Hochschulprofessor bei einer Vorlesung (Archivbild)
Getty Images

Ein Hochschulprofessor bei einer Vorlesung (Archivbild)


Wer noch nicht weiß, wie er sein ungeborenes Kind nennen soll, und die Hoffnung hat, es könnte einmal ein erfolgreicher Wissenschaftler werden, der sollte ernsthaft über den Namen Hans nachdenken - sofern es ein Junge wird. Denn dieser Vorname kommt unter den Professoren in Deutschland am häufigsten vor. Das ergab eine Auswertung der Daten im "Hochschullehrerverzeichnis 2018" (De Gruyter Verlag) von "Zeit Campus".

Unter den rund 62.000 verzeichneten Vornamen der Professoren kommt Hans genau 2109-mal vor - inklusive Doppelnamen wie Hans-Dieter oder Hans-Peter sowie in unterschiedlicher Schreibweise (Hanns).

Auf Hans folgen der Auswertung zufolge

  • Klaus (1566),
  • Peter (1509),
  • Wolfgang (1445),
  • Michael (1423) und
  • Thomas (1303).

Der erste weibliche Name findet sich auf Platz 62: Susanne kommt 212 Mal vor. Dahinter folgen

  • Sabine (200),
  • Claudia (191),
  • Barbara (189),
  • Ulrike (184) und
  • Eva (164).

Das Verzeichnis führt deutsche Uni-Professoren auf, Junior-, Honorar- und außerplanmäßige Professoren, Privatdozenten und sonstige Habilitierte, Professoren im Ruhestand sowie viele im Ausland wirkende deutsche Hochschullehrer.

kha



insgesamt 33 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
strixaluco 13.02.2019
1. Generell häufige Vornamen..
Die Namen sind in den Generationen, die gerade die meisten Professoren stellen, doch vermutlich generell eher häufig.
c.denzel 13.02.2019
2.
Das ist ja ein bombastischer Erkenntnisgewinn! Wie wäre es denn z. B. damit, die Häufigkeit der Professorenvornamen mit der Häufigkeit der jeweiligen Namen aus entsprechender Altersgruppe in der Gesamtbevölkerung zu vergleichen?
rudolfsikorsky 13.02.2019
3.
Das hat nicht nur mit der Generation zu tun. Auch in Zukunft wird es kaum Professoren ( oder Facharbeiter oder auch nur irgendwie arbeitende) geben die zb Justin oder Jerome oder Maddox Müller heissen , jede Wette.
Pless1 13.02.2019
4. Das wundert nicht
Professoren dürften von allen Berufsgruppen das schmalste Altersband haben: aufgrund des erforderlichen langen Bildungswegs ist man in der Regel an die 40 bis zu Habilitation und mit Eintritt in den Ruhestand wird man emeritiert. Es bleibt also nur eine Bandbreite von 25, 30 Jahren und die Modenamen dieser Generation (also im Wesentlichen die Geburtsjahrgänge der 50er und 60er Jahre) lassen sich ablesen. Vor 25 Jahren wären es wohl die Bernhards, Theos, Heinrichs und Friedrichs gewesen, die die Liste dominierten.
jensrenner 13.02.2019
5. Überraschung
Wenn man sich die männlichen Vornamen der Geburtenjahrgänge Anfange / Mitte der 1950er anschaut, dann hat man genau diese Verteilung. https://www.beliebte-vornamen.de/jahrgang/j1954 Bei den Frauen ist es etwas diverser. Vermutlich spiegelt sich das auch in der Altersverteilung der Professorinnen wieder. Am Ende sind Professor(inn)en also auch nur ein Querschnitt der Bevölkerung, vielleicht etwas gebildeter als der Durchschnitt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.