Von der Quelle bis zum Meer Schwimmender Professor erreicht Rheinmündung

Chemieprofessor Andreas Fath hat sich durch den Rhein gekämpft - von der Quelle bis nach Holland. Warum er das getan hat? Um ein Zeichen zu setzen.

Extremschwimmer Fath: Der Chemieprofessor hat sein Ziel erreicht
AFP

Extremschwimmer Fath: Der Chemieprofessor hat sein Ziel erreicht


Rotterdam - Endlich am Ziel: Andreas Fath hat am Sonntagmittag die letzten fünf Kilometer bis zur Nordsee geschafft. Damit endet sein Schwimm-Marathon, den er Ende Juli an der Rheinquelle startete, beim niederländischen Hoek van Holland. Sein eigentliches Ziel bei der verrückten Aktion: Der Chemieprofessor will die Öffentlichkeit für Gewässerschutz sensibilisieren und Sponsoren für ein neues Analysegerät finden.

Auf der letzten Etappe kraulte Fath am Morgen zunächst zehn Kilometer bis zum Rotterdamer Hafen, dort stieg er auf ein Boot der Hafenbehörde um. Anschließend legte er die letzten fünf Kilometer bis zur Nordsee schwimmend zurück.

Antibiotika, Pestizide und Drogen

"Ich bin glücklich und sehr, sehr erleichtert", sagte Fath. Die letzte Etappe sei wegen schlechten Wetters und Darmproblemen "sehr, sehr schwer" gewesen, fügte er hinzu. Der 49-Jährige aus Furtwangen in Baden-Württemberg wurde bei seiner Aktion von einem Team auf Booten begleitet. Auf der rund 1230 Kilometer langen Strecke wurden Wasserproben entnommen.

Der Wissenschaftler schwimmt seit mehr als 40 Jahren leistungsmäßig, ist in der Bundesliga und bei den deutschen Meisterschaften angetreten. Und vor einigen Jahren durchquerte Fath den Zürchersee in Rekordzeit.

"Wir wissen, dass sich im Rheinwasser Hormone, zum Beispiel von der Anti-Baby-Pille, befinden. Außerdem Antibiotika, Pestizide, Düngemittel, und Drogen wie Chrystal Meth", sagte Fath vor dem Start SPIEGEL ONLINE. Um weiter forschen zu können, wolle er "auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse neue Lösungen für den präventiven Gewässerschutz" entwickeln.

vek/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 20 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
herr minister 24.08.2014
1. Etwas verwirrt, der Freischwimmer
Chrystal Meth im Rhein? Na klar, wenn er tief genug getaucht wäre hätte er sicher auch noch das Bernsteinzimmer vor Mannheim entdeckt. Vielleicht sollte man sich mit 50 manchmal einfach abends mal vor die Glotze setzen statt sich der Illusion der ewigen Jugend hingeben. Dieser Selbstdarsteller hat, glaube ich, nicht nur Probleme mit dem Darm.
Tacheles Von Überblick 24.08.2014
2. Herausragende Leistung!
. Gratulation Herr Prof.!, was für ein Durchhaltevermögen, und welch ein Einsatz für die Gesellschaft! Wenn nur jeder Einzelne im Rahmen seiner Möglichkeiten jeden Tag schauen würde, was er beitragen kann zur Bewußtseinsbildung, zu besseren Lebensbedingungen für Mensch und Tier; wir wären einen Schritt weiter den Materialismus zu überwinden. Vielen herzlichen Dank für Ihr gutes Vorbild! .
bernd.stromberg 24.08.2014
3.
Zitat von herr ministerChrystal Meth im Rhein? Na klar, wenn er tief genug getaucht wäre hätte er sicher auch noch das Bernsteinzimmer vor Mannheim entdeckt. Vielleicht sollte man sich mit 50 manchmal einfach abends mal vor die Glotze setzen statt sich der Illusion der ewigen Jugend hingeben. Dieser Selbstdarsteller hat, glaube ich, nicht nur Probleme mit dem Darm.
? Dass in der Tat in den Gewässern spuren von Hormonen, Medikamenten und eben auch Drogen nachgewiesen werden können [diese stammen aus den Abwässern!] ist Ihnen nicht bekannt? Peinlich, sich dann hier derartig selbst zu demontieren. Das ist immerhin eine Problematik, die seit vielen Jahren bekannt ist: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/kokain_aid_119771.html http://www1.wdr.de/studio/essen/themadestages/wasserverbaendeschlagenalarm101.html http://www.swr.de/odysso/hormone-im-rheinwasser/-/id=1046894/nid=1046894/did=2478430/1l0lgm7/index.html
Traudhild 24.08.2014
4.
Chapeau- was so etwas an Mut, Ausauer, Fitness und Stärke bedarf.. ich bekomme schon allein vor dem Geräusch brausend-tosendem Wasser Panik Wir sind Gottsei Dank weit von dem Schindluder, das teils noch bis Ende der 70er Jahren mit unseren Gewässern betrieben entfernt. Aber es gibt noch viel zu tun, um das Bewusstsein für diese H2O-Kleinode entscheidend zu schärfen; z.B. dahingehend dass jeder Groschen an Investition für reines, lebensraum-generierendes und erhaltendes Wasser niemals einer zuviel ist Und nun freue ich mich auf die Umsonst-Comedy der Neider-Kommentare, die mit Sicherheit folgen werden. Der "herr minister" hat schon mal einen guten Anfang gemacht
Das Pferd 24.08.2014
5.
Zitat von herr ministerChrystal Meth im Rhein? Na klar, wenn er tief genug getaucht wäre hätte er sicher auch noch das Bernsteinzimmer vor Mannheim entdeckt. Vielleicht sollte man sich mit 50 manchmal einfach abends mal vor die Glotze setzen statt sich der Illusion der ewigen Jugend hingeben. Dieser Selbstdarsteller hat, glaube ich, nicht nur Probleme mit dem Darm.
Wieso? Methamphetaminhydrochlorid ist wasserlöslich, natürlich landen Rückstände im Abwasser. Und Abbauprodukte werden über die Niere ausgeschieden und landen im Rhein. Daher der Begriff Rheinschiffer, wenn der Kalauer erlaubt ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.