Geschlechtervorlieben bei Studienfächern Klischee ist Wahrheit

Kommt 'ne Frau in die Informatik-Vorlesung... - Das ist kein Witz, sondern absolute Seltenheit: Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes studieren Männer noch immer lieber technische Fächer, Frauen eher Geistes- und Sozialwissenschaften.

Studentinnen in Köln: Am liebsten Germanistik?
DPA

Studentinnen in Köln: Am liebsten Germanistik?


Männer stehen auf Technik und Zahlen, Frauen peilen eher kreative oder soziale Berufe an. Das klingt wie ein Klischee, entspricht aber der Wahrheit, das beweisen neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Noch immer gilt: Wer Maschinenbauer oder Informatiker werden will, trifft überwiegend auf männliche Kommilitonen und Professoren. Germanistische Fakultäten sind dagegen fest in weiblicher Hand, genauso wie fast alle Fächer der Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaften.

Um Facharbeitermangel auf Dauer zu verhindern, versuchen Politik und Wirtschaft seit Jahren, mehr Frauen in sogenannte MINT-Berufe zu locken, also in Jobs aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. Auf der anderen Seite werden Männer für sozialpädagogische Berufe wie zum Beispiel Grundschullehrer oder Altenpfleger gesucht.

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insgesamt 97 Beiträge
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gruenbonz 16.11.2013
1. solange keine Geschlechtsneutralität herrscht, ist das Genderprojekt unvollendet.
Der Student bzw die Studentin bedeuten eine unzulässige Einengung auf die Zweigeschlechtlichkeit. Dabei hört man in jedem Soziologieseminar zwischen Rostock und Frankfurt, dass es auch eine Dreigeschlechtlichkeit gibt. Also bitte in Zukunft korrekt schreiben "der/die/das Student". Und bitte 3 WCs, alles andere ist Diskriminierung. Und der Begriff der "Frauenbeauftragten" muss dringend durch eine weitere Institution (der "Indifferenzbeauftragten" ) ergänzt werden.
carolin112 16.11.2013
2.
Man kanns auch übertreiben. Echt he. Müssen wir alle in einen Einheitsbrei passen??? Das einzige Problem ist die ungerechte Bezahlung bei gleicher Arbeit; aber auf Teufel komm raus Männer zu Grundschullehrern und Frauen zu IT Spezialisten machen zu wollen finde ich falsch!!
Niamey 16.11.2013
3. Egal wohin man schaut,
Zitat von sysopDPANein, es ist nicht nur ein Klischee: Männer studieren technische Fächer, Frauen eher Geistes- und Sozialwissenschaften. Das zeigen erneut Zahlen des Statistischen Bundesamtes. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/studienfaecher-keine-klischees-a-929321.html
politisch gewollte Sachen machen unser Land kaputt. Diese Ignoranten verkaufen unser Land für ein hübsches Bild und einen Artikel in der Presse! Mir ist das die Tage ganz besonders in Berlin aufgefallen. Hoffentlich wird hier bald mal jemand wach und tut das wofür er bezahlt wird und worauf er seinen Amtseid geschworen hat. Und nicht auf Teufel komm raus auf karrieregeile Ministerielle hören, sondern auf das Volk und seine Nöte!
Dr.Fuzzi 16.11.2013
4. Och Joh!
Zitat von carolin112Man kanns auch übertreiben. Echt he. Müssen wir alle in einen Einheitsbrei passen??? Das einzige Problem ist die ungerechte Bezahlung bei gleicher Arbeit; aber auf Teufel komm raus Männer zu Grundschullehrern und Frauen zu IT Spezialisten machen zu wollen finde ich falsch!!
Sie haben selbstverständlich völlig Recht. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, halte auch ich im Grunde für selbstverständlich und allgemein für mehr als überfällig. Bei konsequenter Umsetzung würde sich vermutlich auch das ganze Quotengesabber geradezu pulverisieren. Für die beruflich tätige Frau von heute reicht es allerdings demnächst vermutlich aus, sich auch mit völlig anders gelagerter Qualifikation auf die Ausschreibung einer technischen Arbeitsstelle zu bewerben. Die unselige Quote wird es dann schon richten und geringer entlohnt wird die Quotentrulla dann auch noch - hier allerdings vermutlich immer noch zu hoch!
keinuntertan 16.11.2013
5. Warum neigen Frauen eher zu brotlosen Künsten...?
Zitat von sysopDPANein, es ist nicht nur ein Klischee: Männer studieren technische Fächer, Frauen eher Geistes- und Sozialwissenschaften. Das zeigen erneut Zahlen des Statistischen Bundesamtes. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/studienfaecher-keine-klischees-a-929321.html
Weil sie meistens so unemanzipiert sind, dass sie nicht davon ausgehen, eines Tages eine ganze Familie inklusive Mann ernähren zu müssen. Das Maximum der Emanzipation hieße höchstens, finanziell vom Manne unabhängig zu sein, um sich auch als Single, notfalls als alleinerziehende Mutter (mit Unterhaltszahlungen des Mannes nach Düsseldorfer Tabelle) über Wasser zu halten. Männer müssen dagegen überlegen, wie sie später genug Geld verdienen, um für Frau, Kinder, Haus, Auto und nach der Scheidung Alimente und Unterhalt aufkommen zu können. Deshalb müssen Jungs, die viel lieber Kunstgeschichte oder Literaturwissenschaft studieren würden, auf BWL oder Maschinenbau ausweichen. Frauen schreiben sich ohne Gewissensbisse bei Romanistik oder so ein und suchen dann ihren zukünftigen Ehepartner bei der Medizinerparty oder Juristenfeier, denn dort sind die potentiellen "Versorger". Lange Rede, kurzer Sinn: Emanzipation ist leeres Geplapper, absolut für'n A...
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