Stress im Studium Kaum Unterschiede zwischen Bachelor und Diplom

Bachelorstudenten klagen über vollgestopfte Lehrpläne und zu viel Stress. Jetzt zeigt eine Studie: Sie investieren pro Woche gerade Mal eine Stunde mehr in ihr Studium und ihre Nebenjobs als Kommilitonen aus Diplom- und Magisterstudiengängen.

Studentenproteste in Potsdam (2009): Widerstand gegen den Bachelor
ddp

Studentenproteste in Potsdam (2009): Widerstand gegen den Bachelor


Den Lernstoff gestrafft, die Semesteranzahl verkürzt: Trotzdem unterscheiden sich Bachelorstudenten in Sachen Zeitbudget und Nebenjobs kaum von ihren Kommilitonen in Diplom- und Magisterfächern. Das geht aus dem Sonderbericht "Studierende im Bachelor-Studium 2009" hervor, den das Bundesbildungsministerium und das Deutsche Studentenwerk (DSW) am Donnerstag veröffentlicht haben.

Dem Bericht liegen Daten aus einer repräsentativen Befragung von Studenten zugrunde, der Sozialerhebung des Studentenwerks. Verglichen wurden die Antworten von rund 5500 Bachelorstudenten in den ersten sechs Semestern mit Antworten von rund 1300 Diplom- und Magisterstudenten.

Demnach bringt ein Bachelorstudent im Schnitt wöchentlich 43 Stunden seiner Zeit für die Uni und einen Nebenjob auf. Magister- und Diplomstudenten kommen mit Büffeln und Jobben wöchentlich auf 42 Stunden. Insgesamt ist das Arbeiten neben dem Studium bei Bachelorstudenten an Fachhochschulen stärker verbreitet als an Universitäten: 61 Prozent der FH-Studenten jobben nebenbei, aber nur 55 Prozent der Uni-Studenten.

Die zeitliche Belastung durch das Studium schätzen 43 Prozent der Bachelorstudenten als hoch und 18 Prozent als zu hoch ein. Studenten in den alten Diplom- oder Magisterstudiengängen fällen diese Urteile seltener: mit 41 beziehungsweise 11 Prozent.

Bachelorstudenten müssen ihr monatliches Einkommen etwas häufiger von Bafög und Leistungen der Eltern bestreiten. 53 Prozent werden vom Elternhaus finanziert, bei den Magister- und Diplomstudenten sind es 51 Prozent. Bafög beziehen 21 Prozent der Bachelorstudenten, in Diplom- und Magisterfächern sind es 19 Prozent.

otr/dpa



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insgesamt 62 Beiträge
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Seite 1
jassojasso, 14.04.2011
1. komischer Artikel
Zitat von sysopBachelorstudenten klagen über vollgestopfte Lehrpläne und zu viel Stress. Jetzt zeigt eine Studie: Sie investieren pro Woche gerade Mal eine Stunde mehr in ihr Studium und ihre Nebenjobs als Kommilitonen aus Diplom- und Magisterstudiengängen. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,757116,00.html
Was wollen sie damit eigentlich sagen: "Bachelorstudenten arbeiten mehr als Diplomstudenten" Der Abschluss ist aber definitiv weniger wert. Trotzdem muss mehr gebüffelt werden. Was ist die Aussage des Artikel??
RosaHasi 14.04.2011
2. .
das problem des bachelors ist ein ganz anderes. während beim diplom kein mensch das vordiplom sehen will, zählen die noten beim bachelor vom studienstart bis zum ende. somit sind schlechtere durchschnitte vorprogrammiert.
xhugo 14.04.2011
3. inhaltsleer
Zitat von sysopBachelorstudenten klagen über vollgestopfte Lehrpläne und zu viel Stress. Jetzt zeigt eine Studie: Sie investieren pro Woche gerade Mal eine Stunde mehr in ihr Studium und ihre Nebenjobs als Kommilitonen aus Diplom- und Magisterstudiengängen. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,757116,00.html
Ohne dem Link zu folgen sind Ihre Ausführungen nichts wert. Fragen muß ich dann aber doch: habe in den 90'ern Maschienenbau studiert (Diplom, universitär). 44 Wochenstunden im Grundstudium (bis Vordiplom) waren da nur in den Semesterferien drin, sonst eher 50-70 h - plus Nebenjobs, wer's brauchte. Mit einem solchen war das Studium quasi nicht zu bewältigen, aber diese Belastung war eines der akzeptierten Selektionskriterien. Andere Studienfächer mögen mit weniger Aufwand zu bewältigen sein, aber das Selektionsprinzip gehört auch hier dazu. Wer also über 44 h klagt, hat eventuell einen berufsqualifizierenden Aspekt von Studium nicht wirklich verstanden.
asteinx 14.04.2011
4. <Aktion gegen sinnlose Felder>
..und wieder haben unsere Spitzenkräfte mit den Professorenjobs nichts gerafft. Der Bachelor zählt zB in den USA quasi als abgebrochenes Studium. Wenn das in Schland so ein Akt ist, schon den Bachelor zu stemmen, dann ist das wieder mal so eine alberne Nummer für die das System hier berühmt ist. Diese Leute halten einen nur von der echten Arbeit ab. Gratulation.
RosaHasi 14.04.2011
5. .
Zitat von xhugoOhne dem Link zu folgen sind Ihre Ausführungen nichts wert. Fragen muß ich dann aber doch: habe in den 90'ern Maschienenbau studiert (Diplom, universitär). 44 Wochenstunden im Grundstudium (bis Vordiplom) waren da nur in den Semesterferien drin, sonst eher 50-70 h - plus Nebenjobs, wer's brauchte. Mit einem solchen war das Studium quasi nicht zu bewältigen, aber diese Belastung war eines der akzeptierten Selektionskriterien. Andere Studienfächer mögen mit weniger Aufwand zu bewältigen sein, aber das Selektionsprinzip gehört auch hier dazu. Wer also über 44 h klagt, hat eventuell einen berufsqualifizierenden Aspekt von Studium nicht wirklich verstanden.
das die zeitangaben im artikel unsinn sind ist sowieso klar. im momentan bin ich wöchentlich allein 50h in der universität. macht mit hin und rückfahrt gut 60h unterwegs. die nachbereitung des stoffes nimmt aber nochmals gute 2 bis 3 stunden in anspruch.
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