Studentin nutzt Bankfehler für Shoppingtouren Disp000000 mit sechs Nullen

Eine australische Bank hat einer Chemiestudentin einen Überziehungskredit in Millionenhöhe eingeräumt, versehentlich. Die junge Frau investierte das Geld in Schuhe, Handtaschen und Appartements.


Auf ihren Kontoauszügen muss eine damals 17-jährige Studentin den Kredit entdeckt haben: 4,6 Millionen australische Dollar, umgerechnet etwa drei Millionen Euro, sollen ihr 2012 als Überziehungskredit zur Verfügung gestellt worden sein. So verlautet es aus Bankerkreisen in Australien.

Jetzt, vier Jahre später, sind umgerechnet 2,15 Millionen Euro verschwunden, wie die Polizei in Sydney berichtet. Die heute 21-jährige Chemiestudentin hatte sich kräftig bedient: Sie soll Handtaschen, Schuhe und Luxusgüter gekauft und sündhaft teure Wohnungen angemietet haben.

Das Problem: Die Bank hatte der Studentin aus Malaysia aus Versehen den Millionenkredit gewährt. "Das sind Summen, von denen wir alle träumen", sagte die Richterin nach Medienberichten. Die Polizei hatte die Studentin am Vorabend am Flughafen Sydney festgenommen, als sie in ihre Heimat fliegen wollte. Gegen sie wird wegen Betrugs ermittelt. Die Richterin ließ sie gegen Kaution frei.

Die Hintergründe des Falls sind undurchsichtig. "Die Angelegenheit ist in den Händen des Gerichts, wir können uns nicht äußern", teilte die Westpac-Bank mit. Wie aus Bankerkreisen weiter zu hören ist, bemerkten Mitarbeiter zunächst nicht, dass die Frau 2014 und 2015 riesige Beträge abhob. Wie das passieren konnte? Die Bank äußert sich nicht. Erst im März wurde Haftbefehl erlassen.

abl/dpa



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