Studienanfänger-Tagebuch Erstis Allgemeine Verunsicherung

So sieht also das Uni-Chaos aus: Marc kämpft um Seminarplätze, Larissa bietet einer obdachlosen Freundin ein Bett, und Fabienne lernt ihre Ü-60-Kommilitonen kennen. Für den UniSPIEGEL berichten die drei von ihrem Studienstart.


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Mein erster Uni-Tag: Vintage-Fahrrad, Rentner-Nachbarn, Gender-Kritik
Auf einmal sind sie wieder klein. Sie kennen den richtigen Weg noch nicht, müssen ihren Stundenplan ausfüllen und sich einen Stuhl aussuchen - aber kein Lehrer mahnt fortan mehr zur Pünktlichkeit. Seit Montag stehen rund 500.000 Erstsemester des Jahres 2011 mitten im Studium - so viele wie noch nie. Darunter sind auch Marc Becker, 20, Larissa Rohr, 19, und Fabienne Kinzelmann, 19, in Marburg, Tübingen und Dresden.

Marc und Fabienne hätten ihre erste Vorlesung beinahe unfreiwillig ausgelassen, Larissa wäre fast am eigenen Stundenplan verzweifelt: Seminare, Tutorien, Vorlesungen, Intensivphasen - und nur fünf Wochentage. Wie soll das gehen?

Für den UniSPIEGEL berichten sie von ihrem Studienstart. Dritter Teil: Kneipentouren, Nummerntausch und Ankunft im Uni-Chaos. Hier sind ihre Protokolle:



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insgesamt 81 Beiträge
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derlabbecker 20.10.2011
1. welchen Job...
... will dieses Mädchen mit dem Altgriechisch Kurs mal machen.... Diplom Arbeitslose?
mauimeyer 20.10.2011
2. Marc unter Ahnungslosen
Zitat von sysopSo sieht also das Uni-Chaos aus:*Marc*kämpft um Seminarplätze, Larissa bietet*einer*obdachlosen Freundin ein Bett und Fabienne lernt ihre Ü60-Kommilitonen kennen. Für den UniSPIEGEL berichten die drei von ihrem Studienstart. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,792460,00.html
Ist ja ganz nett geschrieben! Wenn ich mir so den verschmierten Eingang der geisteswissenschaftlichen Fakultät anschaue, dann komme ich eher auf Schweinestall! Das sich Studenten darüber nicht maßlos beschweren und Vorschläge machen, wie man Staats(Gemein-)eigentum erhält! Politologie ist ja nicht schlecht, bringt aber später keinen EURO exportfähiges Bruttosozialprodukt!!! So etwas studiert man nebenbei nach Feierabend! Mir wird bange, wie eine ganze Generation (38%) gepampert wird! Erst mal schauen, wie die Stadt so ist, sich ein wenig eingewöhnen u.s.w. Zur gleichen Zeit sind die Lehrlinge eines Handwerks- oder Industriebetriebs bei der Arbeit und verdienen sich ihren Lebnsunterhalt selbst! Und später zahlen sie Steuern während die Politologen nch 4 Jahren noch eine "adäquate" Beschäftigung suchen! Es würde reichen, wenn 15% der besten studieren und zwar nur in den "harten" Fächern ohne jede neumodische Spezialisierung, wie z.B. Dipl.-Medienwirt!? Aber das ist auch die Generation die mit Stützrädern am Kinderfahrrad groß geworden ist! Heute haben sie schon den Sturzhelm auf dem Laufrad auf......Weicheier!! Kauri
el-gato-lopez 20.10.2011
3. Tunnelblick im Dauerzustand
Zitat von sysopSo sieht also das Uni-Chaos aus:*Marc*kämpft um Seminarplätze, Larissa bietet*einer*obdachlosen Freundin ein Bett und Fabienne lernt ihre Ü60-Kommilitonen kennen. Für den UniSPIEGEL berichten die drei von ihrem Studienstart. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,792460,00.html
Mal eine allgemeine Frage an die lieben Unispiegel-Schreiber: Ist euch eigentlich jemals aufgefallen, dass es auch noch Studiengänge in der Nat. Wiss. Ecke gibt, dazu noch die Juristerei, Medizin, Wiwi etc. etc. Nicht? Hm? Ich fände es ganz interessant, wenn der Studierendenalltag mal nicht aus der Ecke "Kultur/Medien/Phil etc. - diplomierte zukünftige Taxifahrer/Voluntäre und Kaffeehaus-Arte-Intellektuelle" betrachtet würde. Mich reizte es mal zu wissen, was ein Erstsemester-Chemiker so treibt oder wie das Studium für eine Informatikerin (in einer "Männerdomäne") abläuft... Aber nee, hier gehts wohl eher für die Unispiegelredatkeure darum, die eigene "Nachfolgergeneration" zu beleuchten und in allten Erinnerungen zu schwelgen... Tut euch einen gefallen und schlagt mal den Begriff "Silo Thinking" nach. Ja, ist so ein böser englischer BWL Ausdruck, aber eben - ein Blick über den 'Auskenner'-Tellerrand würde mal nicht schaden...
sagichned 20.10.2011
4. ..
Ich bin jetzt im 9 Semester Physik, ich hatte heute von 8 bis 16 Vorlesungen und Übungen. Ich bin hundemüde nach Hause gekommen und wollte mich nur noch ins Bett werfen und dann muss ich so einen Mist hier lesen. Wie können Leute neben dem Studium im ersten SEMESTER (!) überhaupt Zeit haben um Tagebücher zu schreiben!
Kaygeebee 20.10.2011
5.
Die ersten Tage sind immer die schwersten. Alles ist neu (Wohnung, Stadt, Uni, Leute), man kennt sich nicht aus und evtl. kommen auch Zweifel am Studium auf (Ist es das richtige? Vielleicht doch das Fach wechseln? Was ist wenn ich es nicht schaffe?). Nach einer Woche ist man schon recht gut an die Uni gewöhnt, nach zwei setzt schon die Routine ein. Nach einem Monat wird man denken das man schon zwei Jahre auf der Uni ist, so vertraut ist man mit dem Studentenalltag.
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