Neue Stellen für Wissenschaftler 34 Hochschulen bekommen 468 Professuren

Bund und Länder haben ein neues Professuren-Programm für Nachwuchswissenschaftler gestartet. Bis 2032 sollen 1000 Forscher entfristete Verträge kriegen. Die ersten Stellen werden nun vergeben.

Junge Wissenschaftlerin
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Wer an einer Uni arbeitet, ist oft jahrelang befristet angestellt und lebt in ständiger Unsicherheit, wie es beruflich weitergehen soll. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK), ein Zusammenschluss aus Bund und Ländern, will jungen Wissenschaftlern eine sichere Perspektive geben.

Deswegen hat sie ein Förderprogramm verabschiedet, das bis zum Jahr 2032 bundesweit 1000 sogenannte Tenure-Track-Professuren garantieren soll. Nun haben in einer ersten Auswahlrunde 34 Universitäten einen Zuschlag für die Förderung bekommen. 468 Tenure-Track-Professuren wurden dafür geschaffen, wie das Auswahlgremium der GWK am Donnerstag in Berlin erklärte.

In dem in den USA schon länger üblichen Tenure-Track-Verfahren qualifizieren sich Promovierte für eine Lebenszeit-Professur. Erreichen sie die mit der Uni vereinbarten Ziele in Forschung und Lehre, wird ihre Stelle nach etwa sechs Jahren entfristet.

In einer zweiten Runde im Jahr 2019 können sich weitere Hochschulen für das Förderprogramm bewerben, für das der Bund insgesamt eine Milliarde Euro bereitstellt.

"Das Ziel war, den Karriereweg für junge Wissenschaftler planbarer zu machen", sagte die Bremer Senatorin und GWK-Vorsitzende Eva Quante-Brandt (SPD). Die Universitäten werden für einen Zeitraum von bis zu 13 Jahren gefördert.

dpa/kha



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