Uni Paderborn Matheprofessor soll betrogen haben

Erst die FH Gelsenkirchen, nun die Uni Paderborn: Wurden auch dort Fördermittel ergaunert? Nach einer anonymen Anzeige ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen emeritierten Mathematik-Professor.


In Nordrhein-Westfalen droht ein weiterer Fall von Betrug mit Fördermitteln an einer Hochschule. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat gegen einen ehemaligen Professor der Hochschule Vorermittlungen eingeleitet, teilte die Universität Paderborn mit. Bei dem Beschuldigten soll es sich um einen 65 Jahre alten emeritierten Mathematikprofessor handeln. Er hat ein Forschungsprojekt für ein Computer-Algebrasystem geleitet.

Bekannt wurden die Vorwürfe durch eine anonyme Anzeige, die bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld einging. Die Höhe des Schadens ist bislang nicht bekannt. Das NRW-Wissenschaftsministerium, das Fördermittel an die Hochschule gewährt hatte, wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Sie verwies auf die laufenden Ermittlungen. Derzeit befinde sich das Verfahren im Zustand der Vorermittlungen.

Schon seit mehreren Wochen ermittelt die Staatsanwaltschaft Bochum wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Subventionsbetrugs und der Steuerhinterziehung an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Die Landesregierung fordert in der Affäre fast zwölf Millionen Euro an Fördermitteln zurück, die an das hochschulnahe Inkubator-Zentrum Emscher-Lippe geflossen sind.

kat/ddp



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