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Lese-Flatrates im Direktvergleich: Amazon fällt durch

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Leserin mit Tablet: Bei den Flatrates kann man sich über zahlreiche Bücher freuen - aktuelle Bestseller fehlen aber Zur Großansicht
Corbis

Leserin mit Tablet: Bei den Flatrates kann man sich über zahlreiche Bücher freuen - aktuelle Bestseller fehlen aber

5. Teil: Fazit: Für wen sich die E-Book-Flatrates lohnen

Fazit: Für wen sich die E-Book-Flatrates lohnen

So schade es für E-Book-Fans ist: Zumindest zum Marktstart gibt es kaum einen Grund, von Kindle Unlimited zu schwärmen. Das deutschsprachige Angebot besteht überwiegend aus unbekannteren Titeln, die oft nie als gedrucktes Buch erschienen sind. Darüber können auch die wenigen großen Namen wie "Harry Potter" nicht hinwegtäuschen. Und Hörbücher hat Amazon in Deutschland kein einziges im Paket, da schaut man neidisch gen USA.

Erwähnenswert ist dagegen das große Angebot an fremdsprachiger Literatur: Wer gern auf Englisch liest, findet eine Menge Lesestoff, der sich mit fast jedem Gerät abrufen lässt. Überhaupt ist wohl die eigene Einstellung zum Lesen entscheidend dafür, ob einem Kindle Unlimited zusagt oder nicht. Wer gern einfach irgendetwas liest, der findet für 9,99 Euro im Monat jede Menge irgendwie interessanten Stoff. Wer dagegen wählerischer ist oder sich von aktuellen Buchkritiken leiten lässt, den dürfte Kindle Unlimited in der jetzigen Form enttäuschen.

Bei Skoobe ist die Chance, bekannte Werke zu finden, zumindest einen Tick höher als bei Kindle Unlimited. Dafür fehlt dem Dienst zum Beispiel eine Browser-Variante. Und wer seine Bücher am liebsten ohne Internetverbindung, durcheinander und auf diversen Geräten liest, dem bleibt eigentlich nur eine der beiden teureren Dienstvarianten, für 14,99 beziehungsweise 19,99 Euro.

Im Vergleich damit punktet Readfy, obwohl wir in dieser App keins der 45 gesuchten Bücher gefunden haben. Dadurch, dass der Dienst kostenlos ist, ist hier halb so schlimm, dass bekannte Titel fehlen - man kann ja einfach mal in diverse Bücher hineinlesen, ohne Geld zu bezahlen. Schade ist aber, dass Readfy bislang keinen Offlinemodus bietet. Auch eine Möglichkeit, die Werbung gegen eine kleine Gebühr abzuschalten, würden manche Leser sicher schätzen.

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insgesamt 32 Beiträge
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1.
traveller74 07.10.2014
Von meiner rund 100 eBooks umfassenden Kindle-Wunschliste sind fünf (!) auch über Kindle Unlimited zu beziehen. Die kann ich allerdings auch über die Prime-Leihe lesen, wenn auch nur eins pro Monat. Zumindest für Prime-Kunden sind die 10 Euro rausgeschmissenes Geld. Und für den Rest..naja, da muss man schon ein sehr wahlloser Leser sein. Einen gehörigen Anteil an der schlechten Auswahl dürften allerdings wieder einmal die deutschen Verlage haben. Ausleihen? Flatrate? Bloß nicht, wir wollen ja unsere gedruckten Bücher verkaufen. Fragt sich allerdings, wieso Amazon mit so einem beschnittenen Angebot überhaupt an den Start geht.
2. Zunächst mal
tetaro 07.10.2014
ist die Hardware wichtig, also welche echten E-Ink Reader werden unterstützt? Anschließend kann man sich aus meiner Sicht über 1000 Bücher mehr oder weniger unterhalten.
3. Das fehlt was
goombasko 07.10.2014
Warum gibt es keine übersichtliche Vergleistabelle (und bitte ohne Testsieger, einfach vergleichen)? So ist das nur halb fertig.
4. Anteil E-Books?
elhobbo 07.10.2014
Wie groß ist denn nun der Anteil der E-Books in DE? Wenn man dem Link folgt, braucht man einen Premium-Account für die Infos...
5. Onleihe
Badener1848 07.10.2014
Eine gute und für Mitglieder der teilnehmenden Bibliotheken kostenlose Möglichkeit ist die Onleihe. Da gibt's nicht nur EBooks, sondern auch Zeitschriften, Hörbücher und Zeitungen. Je nach Medium mit 14-30 Tagen Ausleihfrist.
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