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Anwenderberichte: Apple begrenzt Widerrufsrecht im App-Store

Zwei Wochen ausprobieren: Für Spiele, Filme und Musik aus Apples App-Store gilt ein Widerrufsrecht Zur Großansicht

Zwei Wochen ausprobieren: Für Spiele, Filme und Musik aus Apples App-Store gilt ein Widerrufsrecht

Seit zwei Wochen können Apple-Nutzer Einkäufe im App-Store widerrufen. Eine Lizenz zum unbegrenzten Schnupper-Shoppen ist das aber nicht. Der Konzern hat dem Missbrauch des Widerrufsrechts offenbar vorgebeugt.

Wer mit einem Download aus dem Apple-Store nicht zufrieden ist, kann den Einkauf binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Apple hat das neue Widerrufsrecht Ende Dezember in der EU eingeführt. Zuvor mussten sich Nutzer persönlich an den Support wenden, wenn sie beispielsweise eine App zurückgeben wollten.

Das heißt aber nicht, dass Nutzer jetzt in großem Stil einkaufen und später ihr Geld zurück verlangen können. Apple gewährt das Widerrufsrecht offenbar nicht unbegrenzt: Wer davon zu oft Gebrauch macht, muss künftig vor dem Kauf neuer Apps explizit auf sein Widerrufsrecht verzichten.

Das soll ein Screenshot belegen, der am Montag auf Twitter erschienen ist. Ein Hinweisfenster im App-Store verlangt vom Nutzer, vor dem Download einer kostenpflichtigen App auf das Widerrufsrecht zu verzichten.

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Diese Ausnahme im Widerrufsrecht hat Apple in seinen Verkaufsbedingungen für den App-Store verankert. Dort steht: "Sie können eine Bestellung für digitale Inhalte nicht widerrufen, wenn die Lieferung mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung und Ihrer Kenntnisnahme, dass Sie dadurch Ihr Widerrufsrecht verlieren, begonnen hat."

Ab wann diese Ausnahme vom Nutzer verlangt wird, hat Apple nicht ausgeführt, man weiß also nicht, wie oft ein Nutzer sein Widerrufsrecht in Anspruch nehmen darf, bis er künftig darauf verzichten muss. Unklar ist auch, ob die Beschränkung nach einem gewissen Zeitraum wieder verschwindet.

Auch Android-Nutzer haben im Google Play Store ein Rückgaberecht. Google gibt seinen Nutzern aber wesentlich weniger Zeit zum Widerruf als Apple. Bis zum vergangen September waren es fünfzehn Minuten, dann verlängerte Google den Zeitraum auf zwei Stunden.

mei

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insgesamt 9 Beiträge
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1.
HuFu 14.01.2015
Ich konter mal damit. Gericht kassiert Apples Garantieklauseln https://www.lawblog.de/index.php/archives/2015/01/13/gericht-kassiert-apples-garantieklauseln/
2. Unzulaessig
Malshandir 14.01.2015
Nun solche Regeln sind unzulaessig. Wie waere es mit einem Vefrahren gegen google und starfe von 100 Mrd. Ich halte das fuer angemessen.
3.
territrades 14.01.2015
Für Apps müssen die Verbraucherschutz regeln gelten wie für alle anderen Produkte auch. Funktioniert die App nicht so wie beworben, Geld zurück oder recht auf Nachbesserung seitens des Herstellers.
4. Unzulässig!
cor 14.01.2015
Google beschränkt die Rückgabefrist auf 2 Stunden, obwohl das neue EU-Verbraucherrecht mit 14-Tage-Rückgaberecht seit Sommer 2014 in Kraft ist. Wie wäre es denn, wenn der Verbraucherschutz hier mal Anzeige erstattet? Ist das das eingeschränkte Widerrufsrecht von Apple zulässig? Ich vermute, dass dieser Fall im EU-Verbraucherrecht überhaupt nicht behandelt ist und es sich damit um eine Grauzone handelt.
5.
floersche 14.01.2015
Zitat von MalshandirNun solche Regeln sind unzulaessig. Wie waere es mit einem Vefrahren gegen google und starfe von 100 Mrd. Ich halte das fuer angemessen.
google soll 100 mrd. zahlen, weil apple eine schranke für übermässiges "app kaufen und zurückgeben" einführt? oder soll google 100 mrd. zahlen, weil man eine app nur 15 min zurückgeben kann?
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