Apps von Promis Was Donald Rumsfeld und Kim Kardashian gemeinsam haben

Bis 2006 war Donald Rumsfeld Verteidigungsminister der USA, jetzt versucht er sich als App-Entwickler. Eine ganze Reihe von Prominenten hat das schon vor ihm versucht. Unser Überblick zeigt die besten und skurrilsten Star-Apps.

Foto: Getty Images

"Ich war in der Wirtschaft, habe Politik gemacht und Krieg geführt. Jetzt probiere ich mich bei mobilen Spielen aus." So beschreibt der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld auf der Seite Medium.com eine Wendung seiner Karriere, die wohl die wenigsten vorhergesehen haben dürften: Rumsfeld ist mitverantwortlich für ein neues Smartphone-Spiel namens "Churchill Solitaire". Benannt ist es nach dem ehemaligen britischen Premier Winston Churchill. Der soll sein Strategiedenken während des Zweiten Weltkriegs angeblich mit Solitärspielen geschult haben.

Rumsfeld gilt als Architekt des Irakkriegs unter George W. Bush und ist mittlerweile 83 Jahre alt. Mit Games und Apps hat man den Politiker bisher nicht in Verbindung gebracht. Neben Rumsfeld gibt es aber noch viele andere Promis aus der Film- und Musikbranche, die Apps entwickelt haben - oder unter ihrem Namen haben entwickeln lassen. Apps, so scheint es, haben bei vielen Prominenten das eigene Parfum als zusätzliches Geschäftsfeld der Wahl abgelöst. Unsere Fotostrecke zeigt, wer sich mit welcher Idee bereits als App-Macher versucht hat.

Im Fall von "Churchill Solitaire" hat Rumsfeld die Idee zusammen mit einem Team von Entwicklern umgesetzt. Den Programmcode haben andere geschrieben: Rumsfeld habe sich darauf beschränkt, Ideengeber zu sein und das Spiel zu testen, schreibt das "Wall Street Journal", das mit Rumsfeld über "Churchill Solitaire" gesprochen hat.

Rumsfeld will seine Einnahmen spenden

Sein Feedback habe er per Sprachnachrichten, die er auf seinem Diktiergerät aufgenommen hat, an die Entwickler gegeben, erzählte Rumsfeld dem "Wall Street Journal". "Wir müssen bei den aktuellsten Versionen einen besseren Job machen. Die haben nur mehr Fehler bekommen", habe Rumsfeld seinen Entwicklern zum Beispiel einmal mit auf den Weg gegeben. Seine Vorschläge, Videoaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg und Zitate von Churchill einzubauen, sind ebenfalls in das Produkt eingeflossen.

"Die meisten Menschen haben in ihrem Leben schon irgendeine Version von Solitär gespielt. Die Churchill-Version ist, genau wie ihr Namensgeber, viel schwieriger und komplexer", schreibt Rumsfeld. Während des Spiels ertönt Militärmusik, und gelegentlich wird ein Churchill-Zitat wie "We shall never surrender" eingeworfen.

Immerhin: Rumsfeld will die Einnahmen, die er für seine öffentlichkeitswirksame Unterstützung des Spiels bekommt, spenden. Außerdem, so schreibt Rumsfeld, habe er die Churchill-Familie um ihr Einverständnis gebeten. Die seien, wenn man Rumsfeld glauben will, begeistert von seiner Spielidee gewesen.

gru

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insgesamt 3 Beiträge
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CommonSense2006 27.01.2016
1. Spenden?
Ist ja nett, dass der ehemalige Kriegstreiber seinen Verdienst aus der App spenden will, aber die dinteressanteste Frage ist: Wem denn? Den Witwen und Waisen im Irak, die unter seinem sinnlosen Krieg gelitten haben? Oder wenigstens den amerikanischen Veteranen, die verkrüppelt und traumatisiert zu Tausenden obdachlos geworden sind? Oder vieleicht doch nur der Wahlkampagne des nächsten Falken, der sich aufmacht, die Präsidentschaft zu erobern?
vantast64 27.01.2016
2. Der Mann sollte sich besser zurückhalten,
sonst kommt ihm vielleicht doch noch die amerikanische Justiz auf die Fersen und klagt ihn wegen Kriegsverbrechen an. Obwohl die Gefahr, wegen Steuerverkürzung angeklagt zu werden viel höher ist. Die Anschrift von GW.Bush haben sie wohl noch nicht gefunden.
prabo 28.01.2016
3.
nicht zu Veröffentlichung: SPON Ihr seid Experten im Weglassen der Wahrheit. Damit macht Ihr Euch zu Komplizen. Und Ihr wisst das. Shame on You
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